Weinfelden
Drehscheibe für alle Einwohner: Die Stadt hat eine neue Fachstelle für niederschwellige Hilfe

Die Stadt Weinfelden hat neu eine Fachstelle Gesellschaft und Gesundheit. Jacqueline Baumann ist deren Leiterin. Sie arbeitet in einem 70-Prozent-Pensum und will der Bevölkerung eine offene Tür für Fragen aller Art bieten.

Sabrina Bächi
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Roger Häfner-Neubauer, Jacqueline Baumann und Ursi Senn-Bieri freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Roger Häfner-Neubauer, Jacqueline Baumann und Ursi Senn-Bieri freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Bild: Sabrina Bächi

Jacqueline Baumann heisst die Leiterin der neu geschaffenen Fachstelle für Gesellschaft und Gesundheit. Ihre Anstellung ist das Resultat eines langen und guten politischen Weges. Denn die Fachstelle soll vor allem eines: Stadträtin Ursi Senn-Bieri und Roger Häfner, Leiter der Einwohnerdienste, entlasten und so neue Ressourcen schaffen.

Im vergangenen Dezember hat das Parlament bei der Budgetsitzung beschlossen, dem Antrag des Stadtrates zuzustimmen und diese 70-Prozent-Stelle zu schaffen. Seit August arbeitet Baumann für die Stadt. Ab dem 1. September ist nun auch die frühere Anlaufstelle für Altersfragen, die Bernadette Götsch leitete, Geschichte und der Fachstelle angeschlossen.

Vermittlung zwischen Suchenden und Institutionen

Für die Bevölkerung bietet die Fachstelle eine Anlaufstelle für Fragen und Informationen. «Ich bin eine Drehscheibe und stelle Kontakt her – ich vermittle», sagt Jacqueline Baumann. Will heissen: Hat jemand eine Frage, weiss sie, an wen man sich wenden kann. «Seit ich angefangen habe, bin ich vor allem bei allen Institutionen und Vereinen vorbei, die für meine Arbeit wichtig sind, und habe mich vorgestellt», sagt sie.

Netzwerkpflege, nennt sie das. Zu nennen wären hier etwa Pro Senectute oder die Jugendarbeit, aber auch der Verein Zeitgut. «Das Spektrum ist gross, das ist einer der Gründe, warum die Fachstelle sinnvoll ist», sagt Roger Häfner-Neubauer. Er hat bisher mit Stadträtin Ursi Senn in einem Teilpensum für das Ressort Gesellschaft gearbeitet. «Nun kann sich die Stadträtin hauptsächlich auf die strategische Arbeit konzentrieren», sagt Häfner.

Jacqueline Baumann leitet die neue Fachstelle Gesellschaft und Gesundheit.

Jacqueline Baumann leitet die neue Fachstelle Gesellschaft und Gesundheit.

Bild: Sabrina Bächi

Ein gut verankerter politischer Entscheid

«An dieser Stelle hat mich vor allem gereizt, dass es nicht ums Fachliche, sondern vor allem ums Menschliche geht», sagt Baumann, die sich auch im Bereich Yoga weitergebildet hat. Niederschwellige Hilfe anzubieten für Jung und Alt, für Familien oder Alleinstehende, das sei ihr besonders wichtig, betont sie.

Von der Jugendarbeit über die Integration bis hin zu Altersfragen oder neuen Projekten wie Quartiervereinen. Im Ressort von Stadträtin Ursi Senn kommt all dies zusammen. «Es war mir wichtig, dass der Entscheid für die neue Fachstelle politisch gut verankert ist», sagt Senn. Der Stadtrat habe sehr positiv auf ihren Vorschlag für diese neue Stelle reagiert und das Parlament hat es schliesslich bewilligt.

«Es ist eines der Legislaturziele, in diesem Bereich mehr personelle Ressourcen zu haben», sagt sie. Nun gilt es, die Fachstelle und vor allem Jacqueline Baumann als Ansprechperson bekannter zu machen. «Ich denke, ein Vorteil ist die gute Zusammenarbeit mit den Vereinen, das grosse Netzwerk, welches über Jahre aufgebaut wurde. Aber wir wollen uns auch in den sozialen Medien zeigen und so auf unser Angebot aufmerksam machen», sagt Baumann.

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