Weinfelden
Die Buchtage finden erstmals mit Buchpreis statt

Anstatt im März sollen die Weinfelder Buchtage im September stattfinden. Erstmals wird ein Buchpreis verliehen. Organisatorin Katharina Alder rechnet mit vielen Besuchern.

Deborah Hugentobler
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Die Buchtage-Organisatorin Katharina Alder mit ihrer Mitarbeiterin Lenea Magri in der Buchhandlung Klappentext.

Die Buchtage-Organisatorin Katharina Alder mit ihrer Mitarbeiterin Lenea Magri in der Buchhandlung Klappentext.

Bild: Andrea Stalder (Weinfelden, 26. Februar 2020)

Die fünften Weinfelder Buchtage finden statt. Jedoch nicht wie gewohnt im März, sondern vom 9. bis 12. September. «Für mich war klar, die Weinfelder Buchtage nicht abzusagen. Wir verschieben die Buchtage, solange bis sie zustande kommen», sagt Katharina Alder, Organisatorin und Inhaberin der Buchhandlung Klappentext.

Das Programm sei bereits organisiert gewesen und soll trotz Verschiebung fast gleich ablaufen. «Wir hatten schon alle Autorinnen und Autoren beisammen. Wegen der Verschiebung mussten wir jedoch neu planen», sagt Alder. Der Grossteil der Autoren könne aber trotz Verzögerung und habe erneut zugesagt.

Erstmals Preisverleihung

So werden mindestens zehn Veranstaltungen im Rathaus und im Theaterhaus stattfinden. Unter anderem auch Lesungen von Peter Stamm, Usama Al Shahmani oder Valerie Fritsch. Da der Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt dieses Jahr seinen hundertsten Geburtstag gefeiert hätte, werde auch eine Veranstaltung mit einem Professor der Universität Zürich stattfinden. In einem Gespräch werde über Dürrenmatt erzählt.

Patti Basler war zu Gast an den Buchtagen im vergangenen Jahr.

Patti Basler war zu Gast an den Buchtagen im vergangenen Jahr.

Bild: Andrea Stalder

Neu wird dieses Jahr ein Weinfelder Buchpreis verliehen. «Wir wählen sechs Bücher von Schweizer Autoren aus, die im vergangenen Jahr erschienen sind. Danach wird die Jury ein Werk zum Gewinner küren», sagt Katharina Alder. Ziel sei es, möglichst noch nicht vollständig etablierte Schriftsteller in den Fokus zu rücken und ihnen eine finanzielle Unterstützung zu bieten.

Die Jury bestehe aus Studentinnen und Studenten, die den Studiengang Literaturvermittlung an der Universität Zürich belegen. Das Preisgeld von über 4'000 Franken stammt vom Klappentext. Alder sagt:

«Nach dem ersten Lockdown haben wir einen hohen Umsatz generiert. Nun wollen wir den Autoren etwas zurückgeben, da die Kulturbranche besonders stark unter der Pandemie leidet.»

Die letzten Veranstaltungen der Weinfelder Buchtage seien immer gut besucht worden. Bereits letztes Jahr mit Schutzkonzept seien zahlreiche Besucherinnen und Besucher erschienen. Auch dieses Jahr rechnet Alder trotz Corona mit vielen Besuchern. «Die Leute haben ein grosses Bedürfnis wieder rauszugehen und an Veranstaltungen teilzunehmen. Ich glaube, dass die Buchtage heuer sogar mehr Besucher anziehen werden.»