Weinfelden
Die Besucher kamen in Scharen

Nach langer pandemiebedingter Pause war das Stadtzentrum am Wyfelder Fritig plötzlich wieder belebt.

Manuela Olgiati
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Die Freude über den Anlass im Weinfelder Zentrum ist gross.

Die Freude über den Anlass im Weinfelder Zentrum ist gross.

Bild: Benjamin Manser (4. Juni 2021)

Freitagabend, Feierabend und los geht der Spass am Wyfelder Fritig, dem Event im Stadtzentrum. Lang war die Pause. Nachdem die ersten drei Termine in diesem Jahr wegen des Coronavirus abgesagt werden mussten, ist die Freude unter den Weinfelderinnen und Weinfeldern über das Aufleben des Anlasses gross.

Das letzte Mal konnte der Wyfelder Fritig Anfang Oktober durchgeführt werden. Nun ist wieder fast die halbe Stadt unterwegs. Schon kurz nach 18 Uhr füllen sich die Strassen, Gassen und Schauplätze. Menschen in jeder Ecke, freundliche Gesichter überall und an jedem Stand eine Köstlichkeit zum Geniessen. Dieser Anlass sei wichtig und richtig gut, sagt ein Besucher.

Für musikalische Unterhaltung sorgt an der Rathausstrasse Papa Hans. Auch Alphornklänge und dazu Informationen über das Alp Erlebnis, das Roland Müller anpreist. Bei Lukas Madörin spielt Robert Bartha den Countrysong «Take me Home…» in der Gartenwirtschaft. Die Gäste bestellen Spargelwähe und Drinks. Die Hirschen-Metzg brät Würste auf dem Grill. Davor bilden sich Warteschlangen. Essen und Fingerfood für jeden Geschmack. An weiteren Ständen gibt es Schnitzelbrote und auch Süssigkeiten.

Betrieb auf dem Marktplatz

Wiederum sind es unzählige Gewerbetreibende, Geschäfte, Institutionen und Lokale des Ortskerns, die aus der Stadt ein Zentrum des Miteinanders und der Lebensfreude machen. Dazu passen die sommerlich warmen Temperaturen. Auf dem Weinfelder Marktplatz herrscht Betrieb. Schülerinnen und Schüler singen mitreissende Lieder. Drumherum versammeln sich Menschen. Ein paar Besucher bemerken:

«Auffallend viele Besucher spazieren ohne Schutzmaske umher.»

Anders bei der Vollmondbar der CVP-Ortspartei am selben Ort: Beim Eingang empfangen Beat Curau und sein Team die Besucherinnen und Besucher mit striktem Schutzkonzept. Auch der Fotoclub Weinfelden macht «gluschtig» auf mehr. Andreas Spielmann und Marcel Kühni werben an ihrem Stand für den Photo-Day vom 6. November. «Wir versprechen viel Regionalität und suchen im Rahmen eines Wettbewerbs die schönsten Aufnahmen mit dem Bezug zu Weinfelden», sagt Spielmann.

Auch das Kinderschminken lockt vor den Eingang der Apotheke Aemisegger. Das bunte Treiben auf dem Marktplatz gefällt Ruth Ineichen aus Steinhausen: «Ich habe meinen Stand mit Handarbeiten aus dem Kanton Zug spontan nach Weinfelden gezügelt.» Hier verkauft sie gehäkelte Abwaschschwämme. Ihre Kolleginnen von der IG Koffermarkt halten eine Auswahl an Schreibkarten und weiteren selbst hergestellten Strickwaren und Produkten bereit. Die vielen Absagen rund um die Pandemie haben die gute Stimmung nicht getrübt. Im Gegenteil, das Freiluft-Zentrum-Erlebnis stärkt Weinfelder Freundschaften.
Manuela Olgiati