Weinfelden
Das steht dieses Jahr in der Stadt an: Der Stadtrat gibt Auskunft

Beim traditionellen Dreikönigstreffen hat die Weinfelder Exekutive über die kommenden Projekte informiert. Auffällig sind die rege Bautätigkeit und der Brennpunkt Bahnhof.

Sabrina Bächi
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Im Weinfelder Stadtzentrum wird rege gebaut. Hier am Beispiel des Sonnenwinkels.

Im Weinfelder Stadtzentrum wird rege gebaut. Hier am Beispiel des Sonnenwinkels.

Bild: Mario Testa

Am Donnerstagabend hat der Weinfelder Stadtrat zum traditionellen Dreikönigstreffen eingeladen. «Dieses Jahr trifft es tatsächlich den Dreikönigstag», sagt Stadtpräsident Max Vögeli zur Begrüssung. Der Anlass werde dieses Jahr zum 20. Mal durchgeführt und sei wichtiger Teil der Kommunikation. Eingeladen ist aber nicht die Bevölkerung, sondern Präsidentinnen und Präsidenten verschiedener Körperschaften und Parteien.

Weinfeldens Stadtpräsident Max Vögeli

Weinfeldens Stadtpräsident Max Vögeli

Bild: Donato Caspari

Vögeli startet nach seiner Begrüssung gleich selbst mit den Zahlen rund um Weinfelden. Dort ist ersichtlich, dass die Bautätigkeit wieder Schwung aufnimmt. Aktuell sind 15 Mehrfamilienhäuser mit rund 182 Wohnungen im Bau. «Auf der Karte ist ersichtlich, dass vor allem eine Verdichtung stattfindet und nicht einfach auf der grünen Wiese gebaut wird.»

Weiter weist Vögeli darauf hin, dass aufgrund der guten Anbindungen täglich bis zu 6000 Pendlerinnen und Pendler den Weg nach Weinfelden unter die Gleise oder Räder nehmen. Das ist im Vergleich zum Kanton überdurchschnittlich viel. Weiter soll mit der Nutzungsstrategie Ortskern etwa neue Sitzgelegenheiten im Zentrum geschaffen werden.

Stadtrat Thomas Bornhauser

Stadtrat Thomas Bornhauser

Bild: Andrea Stalder

Stadtrat Thomas Bornhauser berichtet aus dem Ressort Hochbau vor allem von der Energiestadt Gold, dem Energierichtplan und dem Fernwärmenetz. «Weinfelden ist eigentlich eine Gasstadt, aber das Fernwärmenetz ist im Aufschwung.» Des Weiteren war 2021 das Jahr der Baugesuchrekorde. Rund 223 Baugesuche hat die Stadt bewilligt. «Das sind vier bis fünf pro Woche.»

Begegnungszone im Zentrum soll geprüft werden

Stadtrat Daniel Engeli

Stadtrat Daniel Engeli

Bild: Andrea Stalder

Aus dem Ressort Tiefbau berichtet der amtsjüngste Stadtrat Daniel Engeli. Er erzählt, dass der Werkhof die Autoflotte mit E-Autos aufgestockt hat und auch eine E-Wischmaschine angeschafft werden soll. «Der vergangene Winter hat uns auch gezeigt, dass wir beim Winterdienst einiges ersetzen müssen», sagt Engeli.

Anschliessend weist er auf verschiedene Projekte hin. Einige im Bereich Langsamverkehr wie etwa der Versuchsphase Begegnungszone im Zentrum, die man dieses Jahr prüfen wolle. Weiter werde der Schutzplan Naturobjekte erstellt, es sei ein Konzept für die Weinfelder Parkanlagen angedacht und eine Analyse der Kompostieranlage.

Stadtrat Hans Eschenmoser berichtet vom Betriebs- und Gestaltungskonzept Bushof Weinfelden. Für das angestellte Planungsbüro findet er nur lobende Worte. Das Team habe sich einen Gesamtüberblick geschaffen und auch neuralgische, problematische Punkte im Gelände ausgemacht.

Stadtrat Hans Eschenmoser

Stadtrat Hans Eschenmoser

Bild: PD

Ebenfalls zum Thema Bahnhof hat es im vergangenen Jahr eine kriminalpräventive Beurteilung gegeben. Daraus resultierte auch ein Workshop, an dem 27 Betroffene teilnahmen – von der Polizei über Anwohner bis zu Randständigen. Es habe das Gegenseitige Verständnis gefördert, sagt Eschenmoser.

«Und es gibt einem schon zu denken, wenn ein Eritreer fragt, wo sie denn hinkönnen, überall seien sie unerwünscht. Das hat mich beeindruckt. Solche Fragen gilt es eben auch zu bedenken.»

Mehrkosten im Bereich Asylwesen kommen auf die Stadt zu

Stadträtin Veronica Bieler-Hotz

Stadträtin Veronica Bieler-Hotz

Bild: Reto Martin

Stadträtin Veronica Bieler-Hotz wollte dieses Jahr im Ressort Soziales das Augenmerk nicht auf die Zahlen, sondern auf die Veränderungen im Asylwesen legen. Aufgrund der neuen kantonalen Bestimmungen kämen Mehrkosten auf die Stadt zu, sagt sie. Von derzeit zwölf vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen, welche die Stadt betreut, werde der Anteil um 24 Personen erhöht.

Stadträtin Ursi Senn-Bieri war coronabedingt abwesend.

Stadträtin Ursi Senn-Bieri war coronabedingt abwesend.

Bild: Mario Testa

Da Stadträtin Ursi Senn-Bieri in Quarantäne war, stellte Stadtschreiber Reto Marty die wichtigsten Meldungen aus dem Ressort Gesundheit und Gesellschaft vor. Geplant ist dieses Jahr der Aktionstag Gesunde Stadt am 11. Juni. Kinder sollen dabei mit ihren Eltern die Stadt spielend kennen lernen. Weiter ist auch ein Kulturenfest Ende August geplant. «Hier unterstützt die Stadt mit Infrastruktur, aber die Integration beginnt in der gemeinsamen Planung und das ist wichtig», sagt Marty. Dann soll die Jugendarbeit ausgebaut werden. Eine Evaluation habe gezeigt, dass es noch Potenzial gebe, dass man nutzen könne.

Einen Krimitrail für Kinder soll es geben

Stadtrat Valentin Hasler

Stadtrat Valentin Hasler

Bild: Mario Testa

Stadtrat Valentin Hasler macht auf die Höhepunkte im Ressort Kultur, Sport, Tourismus aufmerksam. Dabei stechen vor allem das erneuerte Kleinkinderbad im Freibad und die Erweiterung des Skatepark in der Gütti hervor. Des Weiteren soll der Krimitrail um einen Krimitrail Kids erweitert werden.

Stadtschreiber Reto Marty

Stadtschreiber Reto Marty

Bild: Mario Testa

Am Ende berichtet noch Stadtschreiber Reto Marty von den Terminen zu den Gesamterneuerungswahlen der Exekutive und Legislative. Und für die verbesserte Kommunikation nach aussen und innen soll ab 1. Juli eine Fachperson mit Erfahrung im Journalismus und auch in den neuen Medien eingestellt werden.

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