Weinfelden
Abtauchen im Sommeratelier: Vier Frauen machen eine Woche lang Kunst

Am Freitag beginnt das diesjährige Sommeratelier in der Remise des Haus zum Komitee in Weinfelden. Thema des temporären Kunstraums ist dieses Jahr «Tauchgänge».

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Eine der Skulpturen mit Bildern in der Remise des Haus zum Komitee.

Eine der Skulpturen mit Bildern in der Remise des Haus zum Komitee.

Bild: PD

(red) Ruth Erat, Gabriela Falkner, Cristina Witzig und Beate Rudolph dürfen sich dieses Jahr im Sommeratelier präsentieren. Die vier Künsterlinnen zeigen ab kommendem Freitag zehn Tage lang ihre Werke zum Thema «Tauchgänge». Seit Mai sind die vier Frauen in der Remise am Werk. Dem Thema verpflichtet, entwickelten sie ortsspezifische, die gesamte Remise füllende Rauminterventionen vom Erdgeschoss bis in den Dachstock.

«Die Künstlerinnen waren einander sowohl Quelle von Inspiration als auch Irritation und Reibung», schreibt Brigitte Näpflin Dahinden im Namen der Kulturkommission der Stadt Weinfelden. «Die künstlerische Besetzung des Hauses ist mehr als die Summe aus Einzelwerken, viel mehr ist es eine Verdichtung von individuellen Spurensuchen zu einem beziehungsreichen Gefüge.»

Lichtstimmungen und Papierbahnen

Papierbahnen gestaltet von Ruth Erat.

Papierbahnen gestaltet von Ruth Erat.

Bild: PD

Bereits bei geschlossener Remisentür findet sich eine unscheinbare Intervention: Durch das winzige Rondell eines Spions wird ein grösserer Eingriff zu sehen sein. Wer danach die Räume betritt, findet Kunstgriffe, welche die ehemalige «Spezereyenhandlung» in einen Ort wandeln, dessen Raum- und Sinnkonstruktionen den üblichen Erwartungen nicht mehr antworten. Stattdessen finden Analysen des spurenträchtigen Hauses oder Reaktionen auf die Atmosphäre in bestimmten Räumen auf einzelnen Etagen ihren Niederschlag: etwa betörende Lichtstimmungen oder ein Haus im Haus, überdimensionale Papierbahnen mit niedergeschriebenen Texten, Schattenprojektionen, gestische Spuren.

Vielfältig ist auch das Rahmenprogramm. Nebst Vernissage und Führungen durch die Künstlerinnen gibt es viermal exklusive Gelegenheiten den «Tauchgängen» zu begegnen: eine Lesung, ein Ateliergespräch, eine Performance und eine satirische Reaktion. Im Anschluss an das diesjährige Sommeratelier werden die Künstlerinnen eine Publikation zum Thema «Tauchgänge» erarbeiten; voraussichtlich wird diese in Buchform Ende des Jahres erscheinen.

Sechs Events im Sommeratelier

  • Freitag, 20. August, 19 Uhr – Eintauchen mit Brigitt Näpflin Dahinden; Vernissagen-Rede (die Remise ist ab 18 Uhr geöffnet)
  • Samstag, 21. August, 11, 12 und 14 Uhr – Tauchgänge für Nichtschwimmer:innen; Führungen mit den vier Künstlerinnen (die Remise ist 11–17 Uhr geöffnet)
  • Sonntag, 22. August, 17 Uhr – Tauchgänge für Sonntagsschwimmer:innen; Gespräch zwischen Inge Abegglen, Präsidentin Kunsthalle Arbon und Sopranistin und Chorleiterin Alexa Vogel (die Remise ist 17–20 Uhr geöffnet)
  • Mittwoch, 25. August, 19 Uhr – Tauchgänge für Zuhörer:innen; Lesung von und mit Ruth Erat (die Remise ist 17–20 Uhr geöffnet)
  • Freitag, 27. August, 19.30 Uhr – Tauchgänge für Fatrast:innen; Performance «What is it like to be a Klärbeckentaucher?» Zyklisches Hickhack im Zeitalter hybrider Linearität mit Dirty Birds (die Remise ist 17–22 Uhr geöffnet)
  • Samstag, 28. August, 19 Uhr – Auftauchen mit Thomas Götz (die Remise ist 17–22 Uhr geöffnet)

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