Weinfelden
24 Stunden lang im Wasser: Schwimmerinnen und Schwimmer sammeln Spenden für Behindertensportverein

30 Teilnehmer haben am ersten 24-Stunden-Schwimmen teilgenommen und Spenden für PluSport gesammelt.

Werner Lenzin
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Im Weinfelder Hallenbad sammelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 24-Stunden-Schwimmens Spenden für den guten Zweck.

Im Weinfelder Hallenbad sammelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 24-Stunden-Schwimmens Spenden für den guten Zweck.

Bild: Reto Martin

Es herrscht eine besondere Atmosphäre während dieser 24 Stunden im Weinfelder Hallenbad auf den Bahnen 1 und 2. Ein Mix aus körperlicher Leistung, fröhlicher Kameradschaft und dem Willen, beeinträchtigte Mitmenschen zu unterstützen. Soeben steigt die 29-jährige Physiotherapeutin Eveline Lüthi aus Märstetten aus dem Wasser. Sie ist die OK-Präsidentin des Anlasses und hat während der ersten zwei Stunden zusammen mit ihrem achtköpfigen Team «Eat my bubbles» von der SLRG Weinfelden 8,95 Kilometer zurückgelegt.

«Ich liebte das Wasser schon als Kind und besuchte bei Erika Dürst die Kinder- und Erwachsenen-Schwimmkurse», erzählt sie. Mit zehn Jahren erlangte sie bei der SLRG das Jugendbrevet und ist dort heute verantwortlich für das Kurswesen und für die Trainings der Jugendlichen und Erwachsenen. «Schwimmen ist für mich eine Leidenschaft, denn im Wasser spürt man Freiheit, kann abschalten vom Alltag und mit Gleichgesinnten zusammen sein», sagt sie.

Auch Pausen müssen sein, bei einem 24-Stunden-Schwimmen.

Auch Pausen müssen sein, bei einem 24-Stunden-Schwimmen.

Bild: Reto Martin

Ihr Verein hat das Ziel, die Sicherheit im und am Wasser zu fördern, sei es am See, am Fluss, im Hallen- oder Freibad oder in Gartenpools. Die Pause ist um und für die OK-Präsidentin heisst es, wieder für eine Stunde ins Wasser. Nachts ist ein Rhythmus geplant von zwei Stunden Schwimmen und drei Stunden Pause. «Unser Ziel sind 100 Kilometer», ruft sie und begibt sich mit einem Köpfler elegant auf die nächsten Runden.

Die Grenzen des eigenen Körpers erfahren

Mit dabei ist auch die 22-jähirge Physiotherapie-Studentin Manuela Tuor aus Schaffhausen. Sie schätzt an dieser Challenge den Spass mit ihren Kolleginnen. Sie haben sich auch zum Ziel gesetzt, gemeinsam 100 Kilometer zu schwimmen. Mit dabei ist auch Livia aus Sulgen. «Wir sind ein cooles Team bei der SLRG und haben es mega lustig», sagt sie strahlend. Tim Gerber aus Sulgen verpflegt sich mit einer Banane. Für ihn steht die Herausforderung, an die persönlichen Grenzen zu kommen, im Vordergrund.

Fabian Keeble aus Bauma gehört zu jenen Teams, die nur zwölf Stunden im Wasser sind. «Wir sind nur zu fünft und so schon am Anschlag», sagt er und auch seine Motivation ist, sich dieser Herausforderung zu stellen und zu erleben, wo die Grenzen des eigenen Körpers sind. In den Pausen und nachts finden die Schwimmenden in der Turnhalle ihre Ruhe.

Mit dem Köpfler ins kühle Nass

Mit dem Köpfler ins kühle Nass

Bild: Reto Martin

Zugesichert wurden über Internet Pauschal-, Kilometer- oder Bonusspenden. «Dieser finanzielle Zustupf ist grossartig und wird vollumfänglich für unsere Mitglieder eingesetzt», freut sich Dani Mörgeli, Präsident der Weinfelder PluSport-Gruppe. Über den genauen Verwendungszweck wird sich der Vorstand des Behindertensportvereins noch austauschen.

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