Weihnachtsaktion

Ein kleiner Wunsch kann grosse Freude machen

Im Dezember stellt der gemeinnützige Frauenverein Kreuzlingen einen Weihnachtsbriefkasten auf.

Rahel Haag
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Nicht alle Familien können sich viele Päckli leisten.

Nicht alle Familien können sich viele Päckli leisten.

Bild: Jakob Ineichen

Bereits seit Jahrzehnten verteilt der gemeinnützige Frauenverein Kreuzlingen zu Weihnachten Geschenke an jene, die mit wenig auskommen müssen. «Früher erhielten wir noch Adresslisten vom gesetzlichen Betreuungsdienst», sagt Irene Eberle, Präsidentin des gemeinnützigen Frauenvereins. Dieses System funktioniert heutzutage aber nicht mehr, unter anderem aus Datenschutzgründen. «Deshalb mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen», sagt Eberle.

Die Idee stammt aus Weinfelden

Am kommenden Dienstag wird deshalb beim evangelischen Kirchgemeindehaus Kreuzlingen ein Briefkasten aufgestellt. Die Idee: Hier können Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger, die finanziell in einer angespannten Situation sind, bis zum 15. Dezember ihre Wünsche zu Weihnachten einwerfen. Eberle sagt:

«Ein Auto oder einen Töff können wir natürlich nicht kaufen.»

Aber Gutscheine für einen Familienausflug oder Lebensmittel. Bezahlt werden die Geschenke von den Beiträgen der Mitglieder des gemeinnützigen Frauenvereins. Idee stammt ursprünglich aus Weinfelden Als Vorbild für die Aktion dient der gemeinnützige Frauenverein Weinfelden. Sie habe sich bei dessen Präsidentin Vreni Koch erkundig und viel Positives gehört, sagt Eberle. «Nun hoffe ich, dass wir hier in Kreuzlingen einigen Menschen eine Freude machen können.» Sie sei bereits gespannt, wie viele Wünsche im Briefkasten landen werden.

«Wir haben den Standort des Briefkastens bewusst so gewählt, dass er nicht direkt von der Hauptstrasse einsehbar ist.»

Um die Hemmschwelle zu senken. Nach zwei Wochen wird der Briefkasten von zwei Frauen des Vereins geleert. «Damit noch genügend Zeit bleibt, um die Wünsche bis Weihnachten zu erfüllen», sagt Eberle.

Ob am Ende wirklich alle Wünsche in Erfüllung gehen, kann Eberle nicht sagen. Das komme darauf an, wie viele Wünsche eingingen. Klar ist aber, dass die Aktion auch in den kommenden Jahren durchgeführt werden soll. «Das ist keine einmalige Angelegenheit.»