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Wegen Willkür: Wigoltinger Eltern reichen Aufsichtsbeschwerde gegen die Schulbehörde ein

Am Montag haben zwei Personen bei Regierungsrätin Monika Knill Aufsichtsbeschwerde eingereicht. Sie wollen damit die Aufklärung rund um die sieben Kündigungen an der Oberstufe vorantreiben.
Sabrina Bächi
Die Idylle trügt: In der Sekundarschule Wigoltingen herrscht derzeit kühle Stimmung. Sieben von zwölf Lehrpersonen haben gekündigt. (Bild: Sabrina Bächi)

Die Idylle trügt: In der Sekundarschule Wigoltingen herrscht derzeit kühle Stimmung. Sieben von zwölf Lehrpersonen haben gekündigt. (Bild: Sabrina Bächi)

Spätestens heute erhält Regierungsrätin Monika Knill von zwei besorgten Wigoltingern Post. Darin enthalten: eine Aufsichtsbeschwerde. Das ist ein Rechtsbehelf, der keine direkten Konsequenzen zur Folge hat, mit dem aber auf Missstände aufmerksam gemacht werden kann.

Und genau das wollen die beiden Verfasser. Sie stören sich an der einseitigen Berichterstattung seitens der Schulbehörde. Es komme lediglich die Darstellung der Schulpräsidentin sowie der Schulleitung zum Ausdruck. Insbesondere die Lehrerschaft äussere sich nicht.

«Wie uns und vielen anderen Eltern bekannt ist, wird die Rolle und das Verhalten der Lehrer – nach unserer Einschätzung bewusst – von der Schulpräsidentin und der Schulleitung falsch dargestellt», heisst es in dem Schreiben, welches der Redaktion vorliegt.

Drei Forderungen

Um die Lage zu klären, formulieren die Verfasser drei konkrete Forderungen an die Regierungsrätin: Zum einen soll eine Untersuchung durch die Aufsichtsbehörde eröffnet werden. Es gelte zu prüfen, ob die Schulleitung in Zusammenhang mit der Kündigung der sieben Lehrer willkürlich und allenfalls wider Treu und Glauben gehandelt hätte.

Zweitens sei den Lehrern der Schulgemeinde Wigoltingen durch den Regierungsrat im Sinne einer superprovisorischen Verfügung per sofort zu erlauben, sich zu den Vorkommnissen rund um die Kündigung gegenüber der Öffentlichkeit äussern zu dürfen.

Und drittens sei eine Aufsichtsperson des Kantons betreffend die Tätigkeit der Schulbehörde Wigoltingen einzusetzen und der Behörde im Sinne einer superprovisorischen Verfügung zu verbieten, weitere Personalentscheide zu treffen, bis die Untersuchung abgeschlossen sei.

Rechtsstaatlich nicht tolerierbar

Die beiden Verfasser stört, dass sie sich als Eltern im Unklaren gelassen fühlen. Sie wüssten nicht, was tatsächlich an der Oberstufe vorgefallen sei, was nun zum Lehrerexodus mit sieben Kündigungen geführt habe.

«Auf jeden Fall ist die Darstellung der Schulpräsidentin nach den uns vorliegenden Informationen weit entfernt von der Wahrheit. Die Schulpräsidentin nutzt ihre Stellung aus, um eben diese Wahrheit unter dem Deckel zu halten.»

So werde die Öffentlichkeit in ihrem Sinne beeinflusst, ohne dass die Gegenseite die Möglichkeit einer Richtigstellung erhalte. «Dies ist unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten unter keinen Umständen tolerierbar», schreiben die beiden Verfasser.

Dann kommen die beiden Verfasser auf die Schülerversammlung vom vergangenen Donnerstagmorgen zu sprechen. «Bei diesem Treffen kam klar zum Ausdruck, dass die Schüler beeinflusst und zu Gunsten von Schulpräsidentin Nathalie Wasserfallen und den beiden Schulleitern Mirko Spada und Philipp Zimmer instrumentalisiert werden sollten.» Dass die Schulpräsidentin nun in der Presse ihrerseits den Eltern vorwerfe, die Kinder zu instrumentalisieren, sei des Guten zu viel.

«Hier liegt klare Behördenwillkür vor.»

Schikanöses Verhalten von der Behörde

Die beiden Verfasser sprechen von zahlreichen Kündigungen, die sich seit Antritt der neuen Behördenmitglieder in Wigoltingen ereignet hätten. «Diesen Kündigungen ging in der Mehrheit der Fälle entweder ein offenbar schikanöses Verhalten oder die Androhung von Konsequenzen für den Fall, dass man sich öffentlich zu den Gründen der Auflösung des Arbeitsverhältnisses äussert, voraus.»

In Anbetracht solcher Umstände ergebe sich die Frage, ob die Schulpräsidentin im Stande sei, die personelle Führung richtig auszuüben oder ihr diese nicht durch den Kanton zu entziehen sei.

«Um die Vorkommnisse zu klären, sind unseres Erachtens als erstes die Lehrer persönlich anzuhören, welche die Kündigung eingereicht haben», schreiben die Verfasser abschliessend.

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