Wegen angepasstem Beitragsgesetz: Die Romanshorner Schulbehörden verteilen Steuerfuss neu

Die Budgets der beiden Romanshorner Schulgemeinden prognostizieren leichte Defizite. In den nächsten Jahren sollen laut Prognose die Schülerzahlen ansteigen.

Drucken
Teilen
Zusammenarbeit von Primar- und Sekundarschule: Eine Sek-Schülerin leitet im Rahmen eines Projekts ein Spiel mit einer Kindergartengruppe.

Zusammenarbeit von Primar- und Sekundarschule: Eine Sek-Schülerin leitet im Rahmen eines Projekts ein Spiel mit einer Kindergartengruppe.

PD (November 2019)

(red) Die Budgets für das Jahr 2021 der beiden Romanshorner Schulgemeinden prognostizieren leichte Defizite – 348'000 Franken bei der Primarschulgemeinde und 165'000 Franken bei der Sekundarschulgemeinde Romanshorn-Salmsach.

Sekundarschule investiert in die Infrastruktur

(red) Auch im kommenden Jahr sind bei der Sekundarschule Investitionen für Infrastruktur und Unterhalt geplant. Wichtigstes Projekt sind die Schulzimmerrenovierungen in der Reckholdernanlage. Erfreulich ist die Abschlussrechnung des Neubaus Weitenzelg. Obwohl noch einige Kleinigkeiten für die definitive Abrechnung fehlen, hält die Schulbehörde jetzt schon fest, dass die Abrechnung mit rund 15 Millionen Franken schliessen wird (bewilligter Baukredit 16,9 Millionen Franken). Unter www.sekromanshorn.ch finden sich weitere Informationen und das detaillierte Budget 2021.

Entlastung für die Sekundarschule

Bisher habe die Primarschulgemeinde jährlich wesentliche Beiträge aus dem kantonalen Finanzausgleich erhalten, während die Sekundarschulgemeinde in ungefähr gleicher Höhe zu den Zahlern gehört habe, schreiben die Primarschul- und Sekundarschulbehörden in einer Mitteilung. Durch das neue Beitragsgesetz entfallen nun sowohl die Beiträge an die Primarschulgemeinde als auch die Zahlungspflicht der Sekundarschulgemeinde. Erstere wird also finanziell belastet, letztere wird entlastet.

Ausgangspunkt für die Absprachen zwischen den beiden Schulgemeinden bildete das gemeinsame Ziel, zu verhindern, dass der gesamte Schulsteuerfuss ansteigt. Mit einem Abtausch von fünf Steuerprozenten wurde dies erreicht: Die Primarschulgemeinde erhöht ihren Steuerfuss von bisher 55 auf neu 60%, bei gleichzeitiger Senkung durch die Sekundarschulgemeinde von bisher 36 auf 31%. Mit total 91% liegen die Romanshorner Schulen somit unter dem im Beitragsgesetz definierten Normsteuerfuss von 93%.

Herausforderung durch mehr Schüler

Die Prognose der Schulen: In den nächsten Jahren werden die Schülerzahlen stark ansteigen – zuerst in der Primarschule und etwas später in der Sekundarschule. In den Finanzplänen zeige sich dies mit wachsenden Defiziten. Dank solider Eigenkapitalbasis seien diese aber verkraftbar, so die Schulen in ihrer Mitteilung.

Schülerzahlen steigen stark an

(red) Seit 2003 besuchten zwischen 720 und 760 Kinder die Primarschule Romanshorn. In den nächsten Jahren werden es gegen 950 sein. Entsprechend planen die Verantwortlichen zusätzlichen Schulraum sowie einen Ausbau von Schulleitung und -verwaltung. Die Schulleitung wird um eine dritte Stelle ergänzt, für den Ausbau des Schulraums der Bereich Bau personell aufgestockt. Zusätzliche Kosten sind in Zusammenhang mit der Informatik und für einen Ausbau der Tagesstrukturen budgetiert. Die Mehrzweckhalle soll mittelfristig den Bedarf an zusätzlichem Turnraum decken.

Termin für die Schulgemeindeversammlungen ist der 24. November 2020. In der Aula Rebsamen findet zuerst die Versammlung der Primarschule und dann die der Sekundarschule statt. Weil die Rechnungsgemeinden im Juni ausgefallen sind, müssen die Jahresrechnungen 2019 auch an diesem Abend genehmigt werden. Für die Teilnahme an der Versammlung gilt eine Maskenpflicht.