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Eine Welt ohne Licht: Im Dunkelzelt an der Wega - ein Erfahrungsbericht

An der Wega gibt es immer viel zu sehen. Dieses Jahr jedoch auch eine Sonderschau, bei der man nichts sieht. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ziel soll es sein, sehenden Menschen die Welt von sehbeeinträchtigten Personen näher zu bringen.
Janine Bollhalder
Stockdunkel ist es im Dunkelzelt an der Wega. (Bild: Andrea Stalder)

Stockdunkel ist es im Dunkelzelt an der Wega. (Bild: Andrea Stalder)

Es ist dunkel. Stockdunkel. Die Hand vor dem Gesicht sieht man nicht mehr. Man muss sich auf alle anderen Sinne verlassen – und auf Blindenführer, wie Samira. «Leg die rechte Hand auf meine Schulter und lass nicht los. Sonst müssen wir dich suchen», sagt sie. Die junge Frau ist blind und führt Sehende in ihre Welt. Eine Welt voller Dunkelheit.

An der Wega ist diese Welt ertastbar, in einem grauen Zelt, das auf dem Pausenplatz des Thomas-Bornhauser-Schulhauses steht. Auch wenn man mit den Augen im Innern des Zeltes nichts wahrnehmen kann, ein Erlebnis ist es trotzdem.

Die neue Apfelkönigin heisst Larissa Häberli aus Mauren Berg. (Bild: Andrea Stalder)Die neue Apfelkönigin heisst Larissa Häberli aus Mauren Berg. (Bild: Andrea Stalder)
Larissa Häberli ist 20 Jahre alt. (Bild: Andrea Stalder)Larissa Häberli ist 20 Jahre alt. (Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
Die Wahl wurde von Reto Scherrer (ganz links) moderiert. (Bild: Andrea Stalder)Die Wahl wurde von Reto Scherrer (ganz links) moderiert. (Bild: Andrea Stalder)
Gewinnerin Larissa Häberli. (Bild:Andrea Stalder)Gewinnerin Larissa Häberli. (Bild:Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
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Sechs Kandidatinnen stellten sich zur Wahl. (Bild: Andrea Stalder)Sechs Kandidatinnen stellten sich zur Wahl. (Bild: Andrea Stalder)
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Sichtlich erfreut über ihre Wahl: Larissa Häberli. (Bild: Andrea Stalder)Sichtlich erfreut über ihre Wahl: Larissa Häberli. (Bild: Andrea Stalder)
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Im Bauernzelt gibt es nun einen Streichelzoo. (Bild: Andrea Stalder)Im Bauernzelt gibt es nun einen Streichelzoo. (Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
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Das KKE hat an einem Stand Gerätschaften, um die Arbeit des Katastrophenschutzes zu erklären. (Bild: Andrea Stalder)Das KKE hat an einem Stand Gerätschaften, um die Arbeit des Katastrophenschutzes zu erklären. (Bild: Andrea Stalder)
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Apfelkönigin Melanie Maurer verteilt am Stand der Thurgauer Zeitung frische Äpfel. Am Wega-Samstag wird ihre Nachfolgerin gewählt. (Bild: Andrea Stalder)Apfelkönigin Melanie Maurer verteilt am Stand der Thurgauer Zeitung frische Äpfel. Am Wega-Samstag wird ihre Nachfolgerin gewählt. (Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
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Einige Besucher geniessen in der Dorfbeiz Haxen-Kasper eine feine Haxe. (Bild: Andrea Stalder)Einige Besucher geniessen in der Dorfbeiz Haxen-Kasper eine feine Haxe. (Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
Vor der Villa Optik gibt es Strassenkunst zu sehen. (Bild: Andrea Stalder)Vor der Villa Optik gibt es Strassenkunst zu sehen. (Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
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Diepholzer-Gänse gibt es im Bauernhofzelt zu sehen. (Bild: Andrea Stalder)Diepholzer-Gänse gibt es im Bauernhofzelt zu sehen. (Bild: Andrea Stalder)
Ein Muni zieht die Blicke mit seinem gewaltigen Erscheinungsbild auf sich. (Bild: Andrea Stalder)Ein Muni zieht die Blicke mit seinem gewaltigen Erscheinungsbild auf sich. (Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
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Auch Degustieren ist an der Wega Pflichtprogramm. (Bild: Reto Martin)Auch Degustieren ist an der Wega Pflichtprogramm. (Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
Regierungsrat Walter Schönholzer und Thomas Ahlburg, CEO der Stadler Rail Group, bei der Taufe des neuen Giruno-Zuges. Im Rahmen der Wega-Eröffnungsfeier wurde der Zug auf den Namen Thurgau getauft. (Bild: Reto Martin)Regierungsrat Walter Schönholzer und Thomas Ahlburg, CEO der Stadler Rail Group, bei der Taufe des neuen Giruno-Zuges. Im Rahmen der Wega-Eröffnungsfeier wurde der Zug auf den Namen Thurgau getauft. (Bild: Reto Martin)
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Der Weinfelder Reto Scherrer ist auch an der Wega und begeistert vom Angebot in der Gwerblerhalle 11. (Bild: Andrea Stalder)Der Weinfelder Reto Scherrer ist auch an der Wega und begeistert vom Angebot in der Gwerblerhalle 11. (Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
Die Füürwehrbeiz mit den Güggeli ist neu in der Halle 7 zu finden. Reto Scherrer gefällt das feine Angebot. (Bild: Andrea Stalder)Die Füürwehrbeiz mit den Güggeli ist neu in der Halle 7 zu finden. Reto Scherrer gefällt das feine Angebot. (Bild: Andrea Stalder)
Auch bei der Pfadi muss Scherrer vorbei. Schliesslich war er selbst mal Pfader in Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)Auch bei der Pfadi muss Scherrer vorbei. Schliesslich war er selbst mal Pfader in Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
Scherrer nimmt sich Zeit für seine Fans. (Bild: Andrea Stalder)Scherrer nimmt sich Zeit für seine Fans. (Bild: Andrea Stalder)
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Einen Wega-Batzen gibt es noch für Scherrers Kinder von seiner besten Freundin Miriam. (Bild: Andrea Stalder)Einen Wega-Batzen gibt es noch für Scherrers Kinder von seiner besten Freundin Miriam. (Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
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WEGA 2019: Weinfelden im Ausnahmezustand +++ Wahl der Thurgauer Apfelkönigin

Trippeln und Tappen durch die Dunkelheit

Der Rundgang beginnt mit Sinneseindrücken von oben. Etwas hängt von der Decke, streift durchs Haar und übers Gesicht. Dann wird der Fokus auf den Boden gelenkt. «Vielleicht erkennst du, auf was für einem Untergrund du gerade stehst», sagt Samira. Zunächst ist es weich unter den Schuhsohlen, dann wieder hart, dann uneben. Das Gehen in der völligen Dunkelheit ist unsicher, mehr ein Trippeln oder Tappen. Die Orientierung fehlt gänzlich.

«Taste nun an der Wand entlang. Da hängen einige Dinge. Vielleicht kannst du etwas erkennen», sagt Samira in die absolute Dunkelheit hinein. Da hängt eine Gummischlange, eine TV-Bedienung, etwas, das dem Griff eines Springseils ähnelt. Was das andere ist, bleibt ein Rätsel.

Für einmal ist Samira die Sehende, die Besucher des Dunkelzeltes die Blinden.

Die junge Frau geht weiter. «Nun kommt eine Puppe. Vielleicht erkennst du, was sie trägt.» Etwas ledriges, ein bisschen Fell, viel loser Stoff. Schneller als erwartet endet die Führung. Vor dem Zelt wartet Katrin Murezzan. Sie ist die Projektleiterin der Organisation Obvita und für das Erlebnis im Dunkelzelt verantwortlich.

Brillen der Erkenntnis

Nebst der absoluten Dunkelheit in dessen Inneren, können Neugierige auch mit Brillen aus Karton erfahren, wie es ist, mit einer Sehbeeinträchtigung zu leben. So einer, wie sie etwa Corinne hat.

Auch sie hilft mit am Stand von Obvita. Mithilfe der Kartonbrille ist erkennbar, wie sie die Welt wahrnimmt. Alles verschwimmt. Die Mimik des Gegenübers ist nur schwer erkennbar. «Die Leute müssen mir halt sagen, wie es ihnen geht. Wenn sie nur einen Lätsch ziehen, kann ich das nicht erkennen», sagt Corinne schulterzuckend.

Die Idee hinter Obvita ist es, Verständnis für sehbeeinträchtigte Menschen zu schaffen. «Besonders in dieser hektischen Welt, in der alles schnell laufen muss», sagt Murezzan. Personen mit Sehbeeinträchtigungen brauchen Zeit, «manchmal auch gerne Hilfe», sagt Corinne.

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