Wasserball-Playoff
7:6-Auswärtssieg – Der SC Kreuzlingen mit einer Hand am Meisterpokal

Der SC Kreuzlingen gewinnt im Playoff-Final gegen Lugano auch das zweite Spiel im Lido und legen in der Best-of-5-Serie 2:1 vor. Vor der Begegnung im Südtessin hatten sich die Gemüter nach dem Skandalspiel vom Samstag wieder gelegt. Die vierte Partie findet am Donnerstag in Kreuzlingen statt - mit der Chance auf eine Meisterfeier.

This Oderbolz aus Lugano
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Die Kreuzlinger (in der Abwehr) hielten in Lugano dem Druck stand.

Die Kreuzlinger (in der Abwehr) hielten in Lugano dem Druck stand.

Mario Gaccioli (24. Juli 2021)

Am Samstag im Kreuzlinger Hörnli waren die Emotionen noch weit über den Beckenrand hinausgeschwappt. Nun, drei Tage später, konnte das dritte Finalspiel der Best-of-five-Serie zwischen Qualifikationssieger Lugano und Titelverteidiger Kreuzlingen gesittet ausgetragen werden. Die Auswechslung des am Samstag vielkritisierten Schiedsrichterduos hatte ihre Wirkung nicht verfehlt. Die beiden Referees Peter Wengenroth und Marc Brugarolas gaben im Lido von Anfang an den Tarif durch und hielten sich konsequent an ihre Linie.

In einer Partie, die wieder spielerisch entschieden wurde, setzte sich der SC Kreuzlingen gegen den Favoriten schliesslich mit 7:6 durch und realisierte damit den zweiten Auswärtssieg in Folge gegen Lugano. Am Donnerstag hat die Mannschaft von Trainer Sirko Roehl damit die Möglichkeit, dem SC Kreuzlingen den zehnten Schweizer-Meister-Titel zu bescheren. Dies, weil das aufreibende Spiel am Samstag die junge Equipe vom Bodensee keineswegs verunsichert hat.

Milan Petrovic und Torhüter Dusan Jelovina herausragend

Das Spiel startete wie die letzten beiden auch. Kreuzlingen war frischer und machte mehr fürs Spiel. Lugano hatte auch im dritten Finalspiel keine taktischen Möglichkeiten und versuchte den Weg über Einzelaktionen. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (5:5) setzte sich Kreuzlingen im dritten Viertel 2:0 durch. Milan Petrovic riss das Spiel mit insgesamt vier Treffern an sich. Im Schlussviertel wurde es dann noch einmal spannend, weil es der SCK erneut verpasste, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Am Ende konnten sich die Gäste bei ihrem erneut überragend spielenden Goalie Dusan Jelovina bedanken. Der Kroate trieb die Luganesi mit unzähligen Paraden zur Verzweiflung.

Nach dem erneuten Break kann der SC Kreuzlingen am Donnerstag im heimischem Hörnli Meister werden. Die Partie beginnt um 20.30 Uhr. Der Verein bittet die Zuschauer, sich vorgängig unter www.sckreuzlingen.ch anzumelden.

Lugano – Kreuzlingen 6:7 (2:2, 3:3, 0:2, 1:0)

Lido – SR Wengenroth/Brugarolas.
Lugano: Tramacera; Stevanovic, Alfano, Pagani, Graziani, Zanola, Radivojevic (4), Savazzi, Iacono, D. Fiorentini, Deserti (2).
Kreuzlingen: Jelovina; Albers, Petrovic (4), N. Dudler, Geiser, M. Herzog (1), Y. Herzog, G. Rickenbach, Frei (1), Pleyer (1), Carballo, F. Rickenbach.
Bemerkungen: Lugano ohne Goran Fiorentini, Bortone (beide gesperrt), Ravetta und Maksimovic (beide überzählig). Kreuzlingen ohne Joel Herzog (gesperrt), Yannic Dudler (verletzt) Gjulaj und Buob (beide überzählig). – Gelbe Karte gegen Salvati (Trainer Lugano).

4. Runde. Donnerstag, 20.30 Uhr: Kreuzlingen – Lugano.

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