Glosse

Warum die Mittelthurgauer süsse Früchtchen sind...

Räbeblatt: Mit Affeltrangen, Birwinken und Weinfelden ist es nicht weit hergeholt, dass sich auch andere mittelthurgauer Dörfer einen fruchtigeren Ortsnamen wünschen.

Sabrina Bächi
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Was wir Mittelthurgauer schon lange wissen, soll nun auch in die Öffentlichkeit: Wir sind süsse Früchtchen. Denn ehrlich, wo sonst gibt es so viele Ortschaften, die mit Äpfeln aus Affeltrangen, Birnen aus Birwinken und Trauben aus Weinfelden aufwarten können? So haben sich weitere Orte gemeldet, sich der fruchtigen Sorte anzuschliessen.

Sabrina Bächi, Leiterin Ressort Weinfelden.

Sabrina Bächi, Leiterin Ressort Weinfelden.

Bild: Andrea Stalder

Aus Berg soll Bromberg entstehen. Dies löste innerorts einige Diskussionen aus, denn Johannisberg zählte ebenfalls zu den Favoriten. Krach hatten die Wigoltinger mit den Weinfeldern. Auch sie hätten gerne die Traube im Namen und würden als Weingoltingen auftreten wollen. Immerhin hätten die Wigoltinger mit dem Hasli bereits einen Ort mit Nussnamen, nölten die Weinfelder. Neu heisst es dort Haslinuss – ein mickriger Trost für viele.

Die Märstetter waren sich schnell einig: sie wollen ab sofort Märabellen heissen. Amlikon benennt sich Aprikon und das Bussnanger Puppikon schmückt sich künftig als Pflaumikon. Der Wuppenauer Weiler Mörenau setzt sich mit einem H als Möhrenau in die Gemüseecke. Dieser Gemüsesonderzug sei den Wuppenauern verziehen.

Doch bei aller Zuneigung zum Biologischen, nicht alle fanden geeignete Namen. Den Bürglern ist gar nichts rechtes in den Sinn gekommen, ausser würglen, gürglen und schnürglen – die G’spässigen liessen es dann also bleiben.