Wahlkampf und Brandserie prägte das Jahr 2018 in Bürglen

In der Neujahrsansprache thematisiert Bürglens Gemeindepräsident Erich Baumann den Wahlkampf ums Gemeindepräsidium.

Barbara Hettich
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Sein letzter Neujahrsapéro als Gemeindepräsident geniesst Erich Baumann mit seiner Gattin. (Bild: Barbara Hettich)

Sein letzter Neujahrsapéro als Gemeindepräsident geniesst Erich Baumann mit seiner Gattin. (Bild: Barbara Hettich)

In der Mehrzweckhalle spielt die Musikgesellschaft. Bestens gelaunt wünschen sich Bürglens Einwohner dazu alles Gute zum neuen Jahr. Der Gemeinderat hat am Sonntag zum Neujahrsapéro mit Dreikönigskuchen eingeladen.

Dann stellt Gemeindepräsident Erich Baumann die Frage aller Fragen: «Wie war das Jahr, das war?» In seiner Neujahrsansprache erinnert er an Höhepunkte wie das Alpenlandfestival oder das Feuerwehrfest, aber auch an schwierige Momente – ausgelöst durch die Brandserie im Dorf. 2018 war zudem ein Wahlkampf-Jahr, die Gemeindebehörde geriet dabei unter Beschuss.

Geprägt vom Wahlkampf

«Es ist nicht Aufgabe des Gemeinderats, sich in einen Wahlkampf einzumischen», sagt Baumann. Dennoch: Er bedaure das schlechte Resultat von Vize-Gemeindepräsidentin Jasmine Schönholzer im ersten Wahlgang, das habe sie nicht verdient. Er könne ihren Entscheid, sich zurück zu ziehen, gut verstehen.

Zu hohe Steuern, Stillstand, Bürglen versinkt im Dornröschenschlaf – auch auf diese im Wahlkampf verwendeten Argumente geht er in seiner Ansprache ein. Die Steuereinnahmen habe man gebraucht, um die Pro-Kopf-Verschuldung in den vergangenen Jahren zu halbieren und die Infrastruktur auf den neusten Stand zu bringen.

«Bürglen entwickelt sich zur Wohngemeinde, die Zuwanderung liegt über dem kantonalen Durchschnitt.» An seinem letzen Neujahrsapéro wünscht Baumann allen viel Glück fürs 2019.