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Der Kandidat für den Altnauer Gemeinderat will am Ball bleiben

Flurin Alexander-Urech bereitet sich auf den zweiten Wahlgang am 7. März vor. Konkurrenz scheint keine in Sicht.

Martina Eggenberger Lenz
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Flurin Alexander-Urech , Kandidat für den Gemeinderat.

Flurin Alexander-Urech , Kandidat für den Gemeinderat.

Bild: PD

Dass er am Sonntag nur wenige Stimmen machen kann, war Flurin Alexander-Urech bewusst. Zu kurzfristig hat er überhaupt sein Interesse am Gemeinderatsamt bekundet. Die meisten Wahlzettel lagen zu diesem Zeitpunkt bereits im Briefkasten der Gemeinde - leer oder mit irgend einem Namen versehen. «Ich bin daher davon ausgegangen, dass es einen zweiten Wahlgang braucht», sagt der Kandidat.

38 Stimmen sind es im ersten geworden. Das sind nur doppelt so viele wie der am häufigsten genannte Nicht-Kandidat erreicht hat: Thomas Müller. Der Personalvermittler hat für die Rechnungsprüfungskommission kandidiert, nicht aber für den Gemeinderat. Auf Anfrage sagt er denn auch unmissverständlich:

«Ein Engagement im Gemeinderat kommt für mich im Moment aus beruflichen Gründen nicht in Frage.»

Als Selbständiger müsse er sich in der wegen Corona nicht gerade einfachen Zeit um sein Geschäft kümmern.

Mehr als eine Hand voll Stimmen (17) erhalten hat auch Bootsbauer Stefan Züst. Dass ihn doch einige Altnauer gewählt haben, kann er sich nicht wirklich erklären. Er habe zwar schon mit Leuten aus dem Dorf darüber diskutiert, dass es komisch sei, dass keiner das Amt wolle. Er selber habe sich aber noch nie konkret darüber Gedanken gemacht, ob so etwas für ihn in Frage komme. Ausschliessen wolle er das aber nicht ganz.

Das Ressort Soziales würde frei

Flurin Alexander-Urech ist immer noch sehr motiviert, im Gemeinderat mitzuarbeiten. «Ich werde die Zeit nutzen, meine Kandidatur noch offizieller und bekannter zu machen», sagt der kaufmännische Angestellte. Auch wolle er sich noch damit befassen, was das frei werdende Ressort Soziales genau beinhalte und ob ihm dieses persönlich liegen könnte. Der zweite Wahlgang findet am 7. März statt.