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Wachturm bringt einen Hauch von Baywatch in die Badi Weinfelden

Seit dieser Woche können die Badmeister die Becken aus erhöhter Position überwachen. Der neue Chefbadmeister Roberto Cantelli hat den Turm eigenhändig gezimmert. Er soll die Sicherheit erhöhen.
Mario Testa
Chef-Badmeister Roberto Cantelli im Turm mit Blick auf das grosse Schwimmbecken, den Sprungturm und die Rutschbahn. (Bild: Mario Testa)

Chef-Badmeister Roberto Cantelli im Turm mit Blick auf das grosse Schwimmbecken, den Sprungturm und die Rutschbahn. (Bild: Mario Testa)

Roberto Cantelli hat den Überblick. Seit dieser Woche können er und seine Mitarbeiter in der Badi Weinfelden von einem Turm aus die Bassins überwachen. «Wenn man unten steht und flach aufs Wasser schaut, spiegelt es und man sieht nicht bis zum Grund des Bassins. Von hier oben geht das viel besser», sagt Cantelli.

«Wir können von hier aus alle neuralgischen Punkte wie den Sprungturm, die Rutschbahn und das grosse Becken überblicken.»

Den gut sechs Meter hohen Turm hat Roberto Cantelli eigenhändig gezimmert, in der Werkstatt eines Bekannten. Auch aus Kostengründen, wie er sagt. Danach wurde das rund eine Tonne schwere Konstrukt in die Badi transportiert und im Boden verankert. «Ganz fertig ist der Turm noch nicht. Es fehlen noch die Treppe, die Alarmknöpfe und ein Stuhl», sagt Cantelli. In der Zwischenzeit behilft er sich mit einer Leiter, um die Plattform zu erklimmen.

Ein Zusammenspiel von oben und unten

Trotz des Turms werden auch künftig Badmeister entlang der Bassins patrouillieren. «Wenn wir hier oben einen Alarmknopf drücken, muss es schnell gehen – und vom Turm runter springen geht nicht. Deshalb ist es wichtig, dass immer auch Mitarbeitende bei den Bassins sind und sofort eingreifen können», sagt Cantelli. «Es muss immer ein Zusammenspiel sein. Nur den Überblick zu behalten reicht nicht.»

Roberto Cantelli klettert vorläufig noch über die Leiter auf den Turm. (Bild: Mario Testa)

Roberto Cantelli klettert vorläufig noch über die Leiter auf den Turm. (Bild: Mario Testa)

Der 55-jährige gelernte Landmaschinenmechaniker und Rettungssanitäter ist seit vergangenem August Chefbadmeister in Weinfelden. Zuvor war er bereits in Embrach in selber Funktion tätig. In Weinfelden sei er gut angekommen, die jetzige Saison laufe aber noch nicht, wie gewünscht. «Im Mai lief es sehr harzig aufgrund des Wetters, und die erste Junihälfte war auch noch nicht gut», sagt Cantelli. «Wegen der Hitze kommen aber sicher bald mehr Leute in die Badi.»

Chefbadmeister mit guten Voraussetzungen

Valetin Hasler, Stadtrat Weinfelden, Ressort Kultur/Sport/Tourismus

Valetin Hasler, Stadtrat Weinfelden, Ressort Kultur/Sport/Tourismus

Stadtrat Valentin Hasler ist zuständig für die Bäder in Weinfelden. Er ist – fast ein Jahr nach der Anstellung von Roberto Cantelli – zufrieden mit dem neuen Chefbadmeister. «Wir hatten mehrere Bewerbungen. Wichtig war für uns, dass die Bewerber schon in Freibädern und Hallenbädern gearbeitet hat und gut mit technischen Anlagen umgehen kann. Beides trifft auf Roberto Cantelli zu.»

Der Überwachungsturm sei eine erste von mehreren Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in der Badi, sagt Hasler.

«Wir haben eine Sicherheitsanalyse durchgeführt und die hat einige Punkte aufgezeigt, die wir verbessern müssen.»

Es braucht zusätzliche Alarmknöpfe auf dem Gelände und auch die Technischen Anlagen müssen erneuert werden.

Roberto Cantelli will in seiner ersten vollen Saison im Freibad noch keine grossen Anpassungen am Programm vornehmen. «Ich muss zuerst mal schauen, wie es sich entwickelt. Aber wenn das Wetter mitspielt, will ich das Nachtschwimmen weiterführen – und künftig auch Kino- oder Musikabende in der Badi veranstalten», sagt er.

Badi mit drei Becken

Die Badi Thurbad in Weinfelden hat während der Sommermonate täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Bei schlechter Witterung oder kalten Temperaturen, schliesst sie bereits um 13.30 Uhr. Die Badi bietet ein 50-Meter-Becken mit Nichtschwimmerteil, einen Sprungturm, das Nichtschwimmerbecken mit Wasserrutschbahn sowie ein Kinderplanschbecken. Dazu gibt es ein Restaurant und Sportanlagen.

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