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Wachablöse auf dem Thron: Kreuzlingen hat einen neuen Panaschierkönig

Der Panaschierkönig der letzten Gemeinderatswahl ist nun Vize, trotz seiner Abwahl. Der neue beste Stimmensammler über Parteigrenzen hinweg, heisst Christian Brändli.
Urs Brüschweiler/Nicole D'Orazio

Der Pulverdampf ist verflogen, die ersten Emotionen nach den Kreuzlinger Gemeinderatswahlen haben sich gelegt. Zeit für etwas Statistik:

Der Panaschierkönig 2019 kommt aus der FDP

Christian BrändliPanaschierkönig 2019(Bild: PD)

Christian Brändli
Panaschierkönig 2019
(Bild: PD)

585 Stimmen hat Christian Brändli aus parteifremden Lagern erhalten. Der Emmishofer Schreinermeister hat damit den Sprung von Platz 3 (2015) auf den Thron geschafft. Auf Platz zwei reicht es – trotz seiner Abwahl – immer noch «Rägebögler» Christian Forster. 546 Stimmen von anderen Listen oder solchen ohne Parteibezeichnung konnte er auf sich vereinen. Forster wurde vor vier Jahren noch die Ehre des Panaschierkönigs zuteil. Holzverarbeiter sind über Parteigrenzen hinweg beliebt. Platz drei geht an Elmar Raschle von der CVP mit 540 Stimmen.

  1. Christian Brändli, FDP, 585 Panaschierstimmen
  2. Christian Forster, Rägeboge, 546 Panaschierstimmen
  3. Elmar Raschle, CVP, 540 Panaschierstimmen

Die meisten Stimmen erhält ein Sozialdemokrat

Andreas HebeisenStimmenkönig(Bild: PD)

Andreas Hebeisen
Stimmenkönig
(Bild: PD)

Generell am meisten Stimmen hat am Sonntag Rechtsanwalt Andreas Hebeisen von der SP erhalten. 1494 mal war sein Name auf einem Stimmzettel aufgeführt. Christian Brändli von der FDP schafft es in dieser Statistik mit 1403 Stimmen immerhin auf Rang zwei. Hebeisens Parteikollege Ruedi Herzog folgt auf dem dritten Platz. Er vereint 1353 Stimmen auf sich.

  1. Andreas Hebeisen, SP, 1494 Stimmen
  2. Christian Brändli, FDP, 1403 Stimmen
  3. Ruedi Herzog, SP, 1353 Stimmen

Listenverbindung hat sich nicht ausbezahlt

Die grosse bürgerliche Allianz von SVP, FDP und CVP hat sich letzten Endes nicht im Wahlergebnis ausgewirkt. Wären die Parteien gar keine Listenverbindungen eingegangen, wären die 40 Sitze genau gleich verteilt worden. Auch wenn sich die FDP wie bis anhin mit der EVP zusammengetan hätte, hätte dies nichts am Ausgang verändert. Interessanter Fakt: Wäre einzig die SP eine Listenverbindung mit Freier Liste/Rägeboge eingegangen, hätte sie jetzt elf Sitze statt nur zehn, dafür die SVP nur sieben.

Die Grafik zeigt, wo das Kreuzlinger neu zusammengesetzte Parlament im Durchschnitt angesiedelt ist, in der Smartspider-Darstellung.

Die Grafik zeigt, wo das Kreuzlinger neu zusammengesetzte Parlament im Durchschnitt angesiedelt ist, in der Smartspider-Darstellung.

Die Stimmbeteiligung verharrt an Ort

2885 Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger haben an der Gemeinderatswahl teilgenommen. Das entspricht 33,9 Prozent der Stimmberechtigten. Das sind exakt gleich viel wie 2015. 2011 waren es weniger (28,5 Prozent) und 2007 noch deutlich mehr (37,8 Prozent).

Drei Abgewählte könnten bald zurückkehren

Unter den besten Nichtgewählten sind drei abgewählte Gemeinderäte zu finden: Daniel Müller (SVP), Vincenza Freienmuth (FDP) und André Troll (EVP). Troll fehlten lediglich vier Stimmen zur Wahl. Müller hatte sieben Stimmen weniger als Nico Keller, Vincenza Freienmuth verpasste die Wiederwahl um 17 Stimmen. Die drei haben also die Chance, bald wieder ins Parlament einzuziehen, sobald jemand von ihrer Liste zurücktritt. Auch die Zahl der Frauen im Rat könnte sich erhöhen. Denn mit Addisa Hebeisen (SP) und Susanne Raschle (CVP) sind zwei junge Frauen in der Pole Position. Bei der Freien Liste ist Jörg Engeli in Lauerstellung.

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