Vorstoss
«In keinem Verhältnis zu den Kosten»: Der Arboner Stadtrat lehnt einen durchgehenden Seeuferweg ab

Die Parlamentarier Cyrill Stadler, Riquet Heller (beide FDP), Peter Künzi und André Mägert (beide XMV) fordern im Winter einen Fussgängerweg durch die Badis. Der Stadtrat reagiert mit zahlreichen Vorbehalten. Besonders die finanziellen Mittel bringt er ins Spiel.

Tanja von Arx
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Hier hätte der Weg durchführen sollen.

Hier hätte der Weg durchführen sollen.

Andrea Stalder

Daraus wird nichts. Das mussten kürzlich die Parlamentarier Cyrill Stadler, Riquet Heller (beide FDP), Peter Künzi und André Mägert (beide XMV) zur Kenntnis nehmen, ebenso 16 ihrer Amtskollegen: In einem Vorstoss forderten sie, die Gelände des Schwimm- und Strandbades ausserhalb der Saison Fussgängern zugänglich zu machen und für Veranstaltungen zu nutzen. Konkret ging es ums Ufer. «Unverständlich», dass allein Arbon den Bereich abriegle, fanden sie mit Blick auf Steinach oder Romanshorn. Ein durchgehender Spazierweg erhöhe die Attraktivität am Quai und über eine temporäre Nutzung könnten Einnahmen generiert werden, etwa durch ein Restaurant auf der Seetreppenterrasse (TZ vom 6. November).

Doch der Stadtrat findet nun:

«Eine Öffnung dieses Gebiets während der Wintermonate steht in keinem Verhältnis zu den dadurch entstehenden Kosten.»

Seiner Meinung nach das Hauptproblem: Entlang dem Seeufer führe kein befestigter Weg. «Würde der gewünschte Fussweg über die Wiese verlaufen, so würde sie beschädigt und müsste jeden Frühling instand gesetzt werden.» Man müsse eine Beleuchtung installieren und es fiele der allgemeine Unterhalt wie die Schneeräumung an. Zudem: «Ein Gehweg würde die Wiese vom See trennen. Während der Badesaison kein wünschenswerter Effekt.»

Zugang über Campingplatz offenbar nicht möglich

Weiter: Ein Zugang über den Campingplatz sei nicht möglich. «Die Dauermieter lassen ihre Wohnwagen auch im Winter da. Einen freien Zugang zu den Stellplätzen ziehen wir aus Sicherheitsgründen nicht in Betracht.» Ebenfalls aus Sicherheitsgründen müsste der Bereich in Richtung Garderoben und Schwimmbecken abgesperrt werden. Denn: «Die Becken bleiben gefüllt, damit der Beton bei Kälte keinen Schaden nimmt.» Den Garderobentrakt könne man nicht abschliessen, da Jugendliche die Räume zum Verweilen nutzen könnten und Schäden sowie Littering nicht ausgeschlossen seien.