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Kreuzlinger Tierschützer freuen sich auf ihre neue Wildvogelstation

Oberhalb der Kleingärten im Sägenösch entsteht die neue Wildvogelstation des Tierschutzvereins Kreuzlingen. Auch Schildkröten und Reptilien werden hier ein meist vorübergehendes Zuhause finden.
Nicole D’Orazio
Freuen sich auf die neue Wildvogelstation: Stadträtin Dorena Raggenbass, Liegenschaftsverwalter Peter Bergsteiner, Marion Gessner, Elsbeth Eberle und Melanie Reiff von der Wildvogelstation sowie Tierschutzvereins-Präsident Heinz Lienhard und Architektin Elisabeth Städler. (Bild: Andrea Stalder)

Freuen sich auf die neue Wildvogelstation: Stadträtin Dorena Raggenbass, Liegenschaftsverwalter Peter Bergsteiner, Marion Gessner, Elsbeth Eberle und Melanie Reiff von der Wildvogelstation sowie Tierschutzvereins-Präsident Heinz Lienhard und Architektin Elisabeth Städler. (Bild: Andrea Stalder)

«Die Situation, dass wir zügeln müssen, hängt schon seit Jahren wie ein Damoklesschwert über uns», sagt Heinz Lienhard, Präsident des Tierschutzvereins Kreuzlingen und Umgebung. Die Wildvogelstation an der Promenadenstrasse ist in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Zudem soll der Platz im Zusammenhang mit der Sanierung der angrenzenden Heinrichhalle anders genutzt werden. «Wir wussten lange nicht, wohin wir mit der Station sollen. Der neue Standort hier im Sägenösch , oberhalb der Kleingärten, ist ein Glücksfall.» Am Montag fand der Spatenstich statt.

Der Tierschutzverein sei der Stadt sehr dankbar, dass die den grossen Teil der Investitionssumme von 850'000 Franken übernehme, sagt Lienhard weiter. Der Verein steuert 150'000 Franken bei, wovon das meiste für die Auffangstation von Schildkröten verwendet wird. «Für die Unterbringung der Vögel und die Erschliessung kommt die Stadt auf.» Pro Jahr werden in der Wildvogelstation rund 500 pflegebedürftige und verletzte Tiere aufgenommen und wieder aufgepäppelt. Nicht nur aus Kreuzlingen, sondern der ganzen Umgebung. «Gut drei Viertel können wieder ausgewildert werden», weiss Lienhard. Jährlich würden auch bis zu zehn ausgesetzte oder ausgebüxte Schildkröten gefunden, die in der Auffangstation ein neues Zuhause finden, erklärt der Präsident weiter. «Wir haben Platz für Land- und Wasserschildkröten.»

Der Zoll beschlagnahmt immer öfter Exoten

Neu wird der Tierschutzverein Kreuzlingen auch exotische Reptilien aufnehmen. «Das ist ein Projekt des Schweizer Tierschutzes, das hier integriert wird», sagt Lienhard, der neben dem Kreuzlinger Verein auch Präsident des Schweizer Tierschutzes ist. An drei grenznahen Standorten werden solche Stationen eingerichtet. «Es gibt immer mehr beschlagnahmte Tiere, die zu einem Problem werden», sagt Lienhard. «Viele werden geschmuggelt und am Zoll abgefangen.»

Marion und Tim Gessner besitzen die entsprechenden Sachkundenachweise für den Umgang mit Schlangen, Giftechsen oder Spinnen und werden sich um die Exoten kümmern und diese wenn möglich weiter vermitteln. «Ein Raum in der neuen Anlage ist deshalb nur für Reptilien vorgesehen», sagt Marion Gessner. Elsbeth Eberle, die Leiterin der Wildvogelstation, freut sich auf die neue Anlage. «Am aktuellen Standort ist es eng und es wird unter dem Blechdach im Sommer bis zu 45 Grad heiss. Das ist weder für mich, noch für die Tiere schön», erzählt sie. Seit nun zehn Jahren arbeitet die 66-Jährige mit den Vögeln. «Am neuen Ort wird es sicher angenehmer zu arbeiten.»

Ausnahmebewilligung für den besonderen Bau

«Wir haben ein halbes Jahr nach dem idealen Standort für die neue Station gesucht», sagt Peter Bergsteiner, der städtische Liegenschaftsverwalter. Das Sägenösch sei ideal, weil es ruhig sei. «Einzig von der Bauzone her war das Vorhaben nicht machbar. Doch wir haben eine Ausnahmebewilligung erhalten.» Die Stadt sei Eigentümerin, Bauherrin und Kostenträgerin des Projektes, der Tierschutzverein Mieter. «Es ist etwas Tolles, ein Gebäude für Mensch, Tier und Natur realisieren zu dürfen», sagt Architektin Elisabeth Städler. Geplant sei ein schlichter und funktionaler Holzbau mit einem Grasdach. «Es ist aber mehr als eine Baracke.» Man wolle eine Dominanz des Gebäudes am Standort vermeiden und dafür einen Bezug zur Natur schaffen. Die hindernisfreie WC-Anlage wird auch für die Kleingärtner zugänglich sein.

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