Vor der «Kronen»-Abstimmung: FDP Regio See will lieber Urnenabstimmung als Gemeindeversammlung

Der Parteivorstand begründet, in Zeiten von Corona würden nicht alle Stimmberechtigten die Möglichkeit haben, an einer Präsenzveranstaltung teilzunehmen.

Martina Eggenberger Lenz
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Das geplante Neubauprojekt mit dem sanierten Gasthaus.

Das geplante Neubauprojekt mit dem sanierten Gasthaus.

Bild: PD

Am 26. November stimmen die Altnauer über die Zukunft der «Krone» ab. Auf diesen Termin ist die Budgetversammlung mit mehreren Traktanden angesetzt, unter anderem dem 6,65-Millionen-Rahmenkredit für die Umgestaltung des Gastroareals.

Die Gemeinde doktert schon lange an der Lösungsfindung herum. Die Meinungen sind geteilt. Der Ausgang der Abstimmung wird deshalb mit Spannung erwartet.

Ein mögliches Sicherheitsrisiko

Nun mischt sich die FDP der Regio ein. Sie beantragt beim Altnauer Gemeinderat die Durchführung einer Urnenabstimmung anstelle der Gemeindeversammlung. Es müssten alle Stimmbürger eine faire Möglichkeit erhalten, an der Abstimmung teilzunehmen. «Auch diejenigen, die zurzeit aus sehr nachvollziehbaren Gründen Präsenzveranstaltungen meiden», schreibt die FDP. Die Partei spricht gar von einem möglichen Sicherheitsrisiko.

Hans Feuz, Gemeindepräsident.

Hans Feuz, Gemeindepräsident.

Bild: PD

Gemeindepräsident Hans Feuz bestätigt den Eingang des Antrags. Er sagt, der Gemeinderat werde diesen beantworten, auch wenn er es befremdlich finde, dass die Regionalpartei mit drei Münsterlingern im Vorstand sich in die Politik der Nachbargemeinde einmische. Feuz betont, der Gemeinderat habe sich aufgrund der Weisungen des Bundesrates entschieden, die Gemeindeversammlung durchzuführen. Das Schutzkonzept könne in der Schwärzihalle mit bis zu 300 Versammlungsteilnehmern gut umgesetzt werden. Die Altnauer Gemeindeordnung sehe grundsätzlich keine Urnenabstimmungen vor.

Die FDP schreibt, sie sehe keine «vernünftige Alternative» zum vorgeschlagenen Projekt. Sie will das Nutzungskonzept aber diskutiert haben.