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Kreuzlinger spazieren einst vom See direkt an den Boulevard

Der Kreuzlinger Gemeinderat hat den Planungskredit für einen Fussgängersteg vom Helvetiaplatz an die Seestrasse aus dem Budget 2019 gestrichen. Stadtrat Ernst Zülle bleibt von dessen Notwendigkeit überzeugt.
Nicole D’Orazio
Stadtrat Ernst Zülle steht auf der Brücke beim Helvetiaplatz. Der Steg würde von hier nach Klein Venedig führen. (Bild: Reto Martin)

Stadtrat Ernst Zülle steht auf der Brücke beim Helvetiaplatz. Der Steg würde von hier nach Klein Venedig führen. (Bild: Reto Martin)

Vorerst bleibt es eine Vision. Ein Steg soll den Helvetiaplatz in Kreuzlingen mit der Seestrasse verbinden und so Fussgänger und Velofahrer schneller ins Zentrum führen. Im Budget 2019 der Stadt Kreuzlingen war ein Planungskredit von 500'000 Franken vorgesehen. Doch der Gemeinderat hat ihn in seiner letzten Sitzung raus gestrichen.

Gemeinderat Marc Portmann hatte argumentiert, dass wenn an der Seestrasse noch kein neues Parkhaus erstellt werde, benötige es auch keinen Steg. Die Mehrheit des Parlamentes war seiner Meinung und stimmte dem Antrag auf Streichung zu. Die Finanz- und Rechnungsprüfungskommission hatte noch eine Botschaft verlangen wollen.

Ernst Zülle, Stadtrat Departement Bau, akzeptiert den Entscheid natürlich, findet die Verzögerung für das Projekt aber schade. «Ich bin von der Notwendigkeit eines solches Steges absolut überzeugt», sagt er. «Wir müssen die vielen Leute, die am See spazieren und nach Konstanz unterwegs sind, an den Boulevard und in die Stadt holen.» Nur so könne man das Zentrum beleben. Das sei eine Chance.

Projekt würde über vier Millionen Franken kosten

Die Idee ist, dass eine Brücke den Helvetiaplatz mit der Seestrasse und Klein Venedig verbindet. «Wie diese genau aussehen wird, weiss noch niemand. Es wäre im Budget 2019 auch erst einmal um einen Planungskredit von einer halben Million Franken gegangen», erklärt Zülle. Das Projekt müsse anschliessend öffentlich ausgeschrieben oder ein Architekturwettbewerb durchgeführt werden.

Da man mit Kosten von über vier Millionen Franken rechne, folgt natürlich eine Botschaft im Gemeinderat sowie eine Volksabstimmung. «Das Projekt ist Teil des dritten Teils des Agglomerationsprogramms Kreuzlingen-Konstanz», sagt Zülle. «Der Bund könnte daher bis zu 1,3 Millionen Franken beisteuern.» Die Planung müsste deswegen bis 2022 und die Realisierung bis 2027 fertig werden.

Zülle findet, dass der Steg ohne ein Parkhaus am See realisiert werden sollte. Möglichst bald. «Den Turm der Brücke mit Lift, so wie beim Lago, könnte man auch später mit einem Parkhaus verbinden. Das ist technisch gut möglich.» Die aktuelle Situation mit dem Bahnübergang in der Freiestrasse und der dortigen Fussgängerbrücke sei für heutige Verhältnisse unhaltbar. Der Weg über die Gleise sei weit und total uneben. «Beides ist nicht barrierefrei.» Und ob die alte Brücke saniert werde, müsse die SBB bestimmen.

Genaue Abklärungen mit den zwei Bahnen

Als Nächstes müsse man mit der SBB und der Deutschen Bahn klären, auf welcher Route ein Fussgängersteg über die Gleise möglich sein könnte, sagt der Stadtrat. «Nächstes Jahr wird dies nun nicht möglich sein.» Aber er denke, dass man den Planungskredit wieder ins nächste Budget nehme oder eine Botschaft für den Gemeinderat ausarbeite. «Im Finanzplan ist das Projekt ja schon lange drin. Und es ist eine gute Idee, die der Aufwertung des Zentrums dienen würde.»

Man müsse die Leute an den Boulevard und in die Geschäfte locken. Das ginge nicht mit Fahnen und einem roten Teppich, sondern einem direkten und attraktiven Zugang. «Dem geplanten Kulturzentrum käme so eine Verbindung auch zugute», glaubt Zülle. Die Konstanzer könnten ja auch rüber kommen. «Die Investition wäre jeden Fünfer wert.»

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