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Vom Patron zur Geschäftsleitung: Thomas Bornhauser übergibt seine Firma in junge Hände

Thomas Bornhauser hat sein Geschäft Anfang August an seinen Sohn und drei Mitarbeiter übergeben.
Sabrina Bächi
Thomas Bornhauser übergibt sein Geschäft an Rolf Reubi, Christoph Walter, Jean-Pierre Bornhauser und Robert Schneider. (Bild: Sabrina Bächi)

Thomas Bornhauser übergibt sein Geschäft an Rolf Reubi, Christoph Walter, Jean-Pierre Bornhauser und Robert Schneider. (Bild: Sabrina Bächi)

Mit 28 Jahren übernahm Thomas Bornhauser die Bornhauser Holzbau AG von seinem Onkel. Im Alleingang führte er während 30 Jahren das Unternehmen. Wie ein Patron. Er wohnte im Haus direkt beim Geschäft, arbeitete auch samstags, war dafür Zuhause, wenn die Kinder von der Schule kamen. «Ich habe sicher oft über 100 Prozent gearbeitet», sagt er. Ohne Reue. Es war so. Nun tritt er kürzer.

«Ich finde, für eine Geschäftsübergabe muss man zehn Jahre einrechnen», sagt er. Mindestens fünf, wenn alles gut geht und nochmals fünf, falls es nicht klappt. Deshalb hat Bornhauser vor fünf Jahren drei seiner Mitarbeiter zu Geschäftsleitungsmitglieder ernannt. Gemeinsam konnten sie den Kurs für die Zukunft des Unternehmens regeln.

Doch noch eine familiäre Nachfolge

Nachdem es lange nicht nach einer familieninternen Nachfolge aussah, zeichnete sich doch ab, dass Bornhausers Sohn Jean-Pierre in die Firma einsteigt. «Ich habe das KV gemacht und nun den Bachelor in Betriebsökonomie abgeschlossen», sagt der 25-Jährige. Mit dem Holzbau hat er sich noch wenig auseinander gesetzt. Obwohl er seine Kindheit praktisch in der Firma verbracht hat und weiss, wie das Geschäft läuft.

Bornhauser Junior ist seit August in einem 20 Prozent Pensum bei der Bornhauser AG tätig und Mitglied der Geschäftsleitung. Zusammen mit Christoph Walter hält er die zwei Drittel Aktienmehrheit. Gemeinsam mit Rolf Reubi und Robert Schneider leiten die vier nun das Unternehmen mit 30 Mitarbeitern. Ziel sei es, sagt Jean-Pierre Bornhauser, einen sukzessiven Aufbau seines Pensums im Geschäft zu machen.

Neubau im Süden der Stadt geplant

Auch räumlich verändert sich die Firma in naher Zukunft. Im südlichen Industriegebiet in der Nähe des Regionalen Annahmezentrums soll voraussichtlich der neue Firmensitz gebaut werden. «Die Technologie und die Arbeitsprozesse haben sich sehr gewandelt», erklärt Thomas Bornhauser. Es brauche grössere Hallen als die auf dem derzeitigen Gelände, welche bis zu 130 Jahre alt seien.

Flächenmässig bleibe das Gelände der Firma etwa gleich gross. Die Produktionsprozesse könnten jedoch optimiert werden. Der Patron will mehr Zuhause sein Er und seine Frau haben zudem gezügelt und wohnen nicht mehr auf dem Gelände der Firma. Dort soll ein Gestaltungsplan den Bau von Wohn- und Geschäftshäusern ermöglichen.

Aktiver VR-Präsident

Thomas Bornhauser fühlt sich trotz Geschäftsübergabe gar nicht als Pensionär. Der 59-Jährige ist noch aktiver VR-Präsident und arbeitet an einigen Grossprojekten weiter. Ebenso unterstützt er seinen Sohn im Finanzbereich. «Es ist mir wichtig, dass es der Firma weiterhin gut geht.» Sein erstes Ziel ist es, abends etwas weniger Sitzungen zu haben. Er sagt lachend:

«Ich freue mich darauf, mehr Zeit Zuhause zu verbringen. Ob es meiner Frau passt, wird sich zeigen.»

Bornhauser und die Geschäftsleitung sind zufrieden mit der neuen Lösung. «Grosse Änderungen wird es nicht geben, da wir die vergangenen fünf Jahre bereits mitbestimmen konnten», sagt Christoph Walter. Dennoch hat der ehemalige Patron einen Rat: «Sie sollten nicht nur am Alten festhalten, sondern mit eigenen Ideen die Firma weiterentwickeln.»

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