Die Jubla Sulgen führte ihr Sommerlager diesmal zu Hause durch

50 Mädchen und Buben begaben sich auf eine fiktive Weltreise und lernten dabei die unterschiedlichsten Kulturen kennen. Das Leiterteam achtete auf die Einhaltung der Corona-Sicherheitsmassnahmen.

Hannelore Bruderer
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Die Kinder vergnügen sich auf dem Sportplatz Oberdorf in Sulgen.

Die Kinder vergnügen sich auf dem Sportplatz Oberdorf in Sulgen.

Bild: Hannelore Bruderer (Sulgen, Juli 2020)

Zu Ferienbeginn stehen 15 Leiterinnen und Leiter der Jubla Sulgen im Einsatz, um den Kindern trotz Corona ein unvergessliches Lagererlebnis zu bieten.

Ausgestattet mit einem Reisepass, den die Kinder an einem Bändel um den Hals tragen, begeben sie sich vor jedem Aktivitätenblock vom Flughafen Kirche aus in Gruppen auf einen imaginären Flug in ein anderes Land.

Keine Besuche von Auswärtigen

Der Pass hilft den Leitern beim «Einchecken» zum nächsten Flug. So können sie die Anwesenheiten kontrollieren und protokollieren. Die Kinder passieren dann die Sicherheitskontrolle, sprich das gründliche Händewaschen. Dies wiederholt sich bei der Ankunft, wo die Einreise von den Leitern mit einem Stempel auf den Pass registriert wird.

«Wir sind beim Organisieren des Lagers, dem Sicherheitskonzept von Jungwacht und Blauring gefolgt, und achten gut darauf, dass die Regeln eingehalten werden», sagt Caroline Kohlbrenner vom Leiterteam. Besuche von Auswärtigen sind im Lager grundsätzlich nicht erlaubt.

Kinder übernachten zu Hause

Anders als sonst findet das Lager in der Gemeinde Sulgen statt und die Kinder verbringen die Nacht zu Hause. Vermutlich deshalb haben sich besonders viele Kinder angemeldet. «In unseren Sommer- lagern betreuen wir durchschnittlich 30 Kinder, diesmal sind es 50. Das ist ein Rekord», sagt Caroline Kohlbrenner.

Auch liegt das Durchschnittsalter tiefer als bei den früheren Lagern. «Die Organisation dieses speziellen Lagers verlangt uns einiges ab. Wir freuen uns aber über das grosse Interesse und hoffen, dass einige der Kinder, die unsere Organisation nun kennen lernen, auch später bei unseren Aktivitäten mitmachen werden.»

Ländertypische Kostüme und Speisen

Das Programm im Sommerlager ist vielfältig. Es gibt eine Wanderung in den Orient mit Besuch im Kamelhof Olmerswil bei Neukirch, einen japanischen Kampfsportmorgen auf dem Sportplatz im Oberdorf und ein Drogengeländespiel in Südamerika.

Heuballengumpen und Gummistiefelwerfen bilden den eidgenössischen Kontrast zu den Highland-Games in Schottland. Das richtige Länderfeeling vermitteln die Leitenden mit speziellen Kostümen oder bei der Verköstigung.

Altersdurchmischte Gruppen

Bei den wettbewerbsorientierten Aktivitäten achten die Leiter darauf, dass alle eine Chance auf ein Erfolgserlebnis haben. Die Gruppen werden entsprechend ausgewogen und altersdurchmischt zusammengestellt. Bei Einzelwettkämpfen treten möglichst gleich starke Kinder gegeneinander an.

Sind die Kräfteverhältnisse dennoch nicht ganz ausgewogen, so lassen die Grösseren die Kleineren auch mal gewinnen. Die Räume und die Umgebung der Kirche stehen den Lagerteilnehmern ebenfalls zur Verfügung. Mandalas malen und Bändli knüpfen sind die ruhigeren Beschäftigungen, die das Lager bietet.