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Weinfelder Chefbadmeister wechselt vom Bassinrand in den Boxring

David Strupler betreibt seit bald drei Jahren sein Kampfsport-Center im Frigemo-Areal. Nebst vielen Hobbysportlern trainiert er auch Profis. Mit Vincent Foschiani will er so erfolgreich werden wie einst Andy Hug.
Mario Testa
David Strupler trainiert mit Vincent Foschiani in seinem Kampfsportzentrum Bang Rajan an der Gaswerkstrasse. (Bild: Mario Testa)

David Strupler trainiert mit Vincent Foschiani in seinem Kampfsportzentrum Bang Rajan an der Gaswerkstrasse. (Bild: Mario Testa)

Thailand ist David Struplers Lieblingsdestination. Jedes Jahr verbringt er mehrere Monate im südostasiatischen Land. Am Strand oder in den Bars von Bangkok trifft man ihn dort jedoch nicht an. Seine Aufenthalte nützt er nicht für Ferien, sondern für knallhartes Training und Weiterbildung im Bereich des Thai- und Kickboxens. Er hat sich voll und ganz dem Kampfsport verschrieben.

«Ich setze alles auf diese Karte, deshalb habe ich auch als Weinfelder Chefbadmeister gekündigt»

sagt Strupler. Sein Kampfsportzentrum hat er in den vergangenen drei Jahren mit René Meier aufgebaut. Es heisst Bang Rajan und befindet sich an der Gaswerkstrasse 15, in ehemaligen Lagerräumen der Frigemo. Dort trainieren mittlerweile etwa 30 Anfänger, 20 Fortgeschrittene sowie drei Profis. «Es ist eine Multikulti-Truppe; von Bankern, über Polizisten bis zu Bauarbeitern. Bei uns spielen Glaubensfragen oder die Herkunft keine Rolle. Auch der Frauenanteil ist gross», sagt Strupler.

Ziel: Kampf um den Weltmeistertitel

Vincent «Viking» Foschiani. (Bild: Mario Testa)

Vincent «Viking» Foschiani. (Bild: Mario Testa)

Einer von den Profis ist der Deutsche Vincent Foschiani. Seit sechs Jahren wird er von Strupler gecoacht und seit neustem auch gemanagt. «Ich verfolge meine Kämpfer-Karriere, er seine Trainer-Karriere», sagt der 30-jährige Kindergärtner aus Konstanz. «David holt das Beste aus mir raus mit seiner Professionalität, seiner Stärke und seiner Erfahrung. Ich bin jetzt auf Top-Level und bereit für die nächsten Kämpfe. Mein Ziel ist der Weltmeistertitel im K-1-Federgewicht.»

Anfang Jahr konnte Foschiani dank Struplers Kontakten in Thailand einen Vertrag mit dem weltgrössten Kickbox-Organisator Glory unterzeichnen. Sechs Kämpfe in den kommenden zwei Jahren wird er bestreiten, den ersten am 9. März in Strassburg. Coach David Strupler ist optimistisch.

«Wenn er viele Kämpfe gewinnt, kann er zum Schluss um den Titel kämpfen. Das ist unser Ziel.»

Thaiboxen oder Kickboxen habe viel mit Disziplin zu tun, und mit Kultur – ein Buddha-Schrein darf deshalb auch im Kampfsportzentrum in Weinfelden nicht fehlen. «Thaiboxen hat in Thailand einen hohen Stellenwert. Die Bevölkerung zollt den Kämpfern Respekt – etwa so wie bei uns den Schwingern», sagt David Strupler.

Lieber Coach als Kämpfer

Strupler selbst hat mit 12 Jahren mit Karate angefangen und während eines einjährigen Aufenthalts in Thailand aufs Thai- und Kickboxen umgesattelt. «Ich habe auch ein paar Kämpfe bestritten, mich dann aber früh dazu entschlossen, als Trainer einzusteigen.»

Strupler betont, dass Kickboxen zwar ein harter aber auch ein fairer Sport sei. Im etwa sechs mal sechs Meter grossen Ring treten die Kämpfer wie Boxer gegeneinander an, dürfen im Gegensatz zu denen jedoch auch mit den Beinen zutreten. «Kickboxen hat in der Schweiz nicht zuletzt wegen des Falls Carlos leider ein Imageproblem. Es ist aber definitiv kein Prügelsport, schon viel eher eine Charakterschule für Disziplin, Fokus und Durchhaltewillen.»

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