Volleyball
Volley Amriswil steht nach 3:1-Sieg im Playoff-Halbfinal

Der Tabellenachte Luzern bäumt sich im dritten Halbfinalspiel gegen den Qualifikationssieger aus dem Oberthurgau nochmals auf, doch Amriswil obsiegt am Ende mit 3:1 Sätzen und gewinnt die Best-of-5-Serie diskussionslos 3:0.

Bernhard Windler
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Smash in Richtung Halbfinal: Amriswils Passeur Dima Filippov (links) bedient Alexander Lengweiler.

Smash in Richtung Halbfinal: Amriswils Passeur Dima Filippov (links) bedient Alexander Lengweiler.

Bild: Mario Gaccioli

Amriswils Trainer Marko Klok liess in diesem Spiel Quentin Zeller und Radiša Stevanovic an der Seitenlinie. An ihrer Stelle erhielten Björn Höhne und Alexander Lengweiler den Vorzug. Zusätzlich testete er auch eine andere Aufstellung. Die Partie war zu Beginn sehr ausgeglichen. Kaum einmal gelang es der aufschlagenden Mannschaft, das Sideout zu verhindern. Als sich Luzern zum 10:8 erstmals einen Zweipunktevorsprung holte, schien das nicht weiter beunruhigend zu sein. Bei 14:11 waren es dann drei Punkte, und den Vierpunktevorsprung holten die Innerschweizer mit ihrem 18. Punkt. Amriswil kämpfte in der Folge mehrmals unglücklich, und so war der Satzverlust nicht mehr zu vermeiden.

Im zweiten Satz erwacht Amriswil

Mit Julian Weisigk für den unglücklich kämpfenden Thomas Zass auf der Diagonalangreifer-position ging es in den zweiten Satz. Jetzt waren die Amriswiler endlich wach. Immer wieder punktete der Qualisieger mit Kurzangriffen, sei es via Georg Escher oder auch durch den jungen Lengweiler. Viele Punkte lieferte aber auch Julian Weisigk, und so war der 25:18-Satzgewinn absolut verdient. Der dritte Durchgang war dann für die Amriswiler um einiges zäher. Zwar lagen sie immer in Front, doch liessen sich die Luzerner nicht abschütteln. Erst nach dem 17:15 setzte sich der Favorit ab, und letztendlich ging auch dieser Satz deutlich an Amriswil.

Der vierte Satz entwickelte sich analog zum dritten. Bei 12:7 schien die Sache gelaufen zu sein, doch die unermüdlich kämpfenden Luzerner pirschten sich unter der Führung von Diagonalangreifer Lars Wilmsen wieder heran. Bei 17:17 war der Gleichstand erreicht, und Erinnerungen an die Partie in der Qualifikation wurden wach, als die Luzerner den Thurgauern erst im Tiebreak ultraknapp unterlagen. Doch diesmal lief es anders. Die folgenden drei Punkte gingen alle aufs Konto von Mittespieler Lengweiler. Er ebnete den Amriswilern Satz, Match und Halbfinalqualifikation.

Halbfinal-Gegner wird noch ausgespielt

Passeur Dima Filippov wurde auf Amriswiler Seite zum besten Spieler der Partie gewählt. Die Ehrung für den besten Luzerner war gleichzeitig ein Abschied. Der 36-jährige Libero Jörg Gautschi spielte zum letzten Mal im Tellenfeld. Er war in der NLA eine Kultfigur: Nur 1,63 m gross, aber mit unbändigem Einsatz.

Auf wen Volley Amriswil im Playoff-Halbfinal trifft, steht noch nicht fest. Entweder auf den Tabellenvierten Lausanne oder das fünftplatzierte Näfels.

Amriswil – Luzern 3:1 (21:25, 25:18, 25:18, 25:21)

Startformation Amriswil: Buivids, Escher, Filippov, Höhne, Lengweiler, Zass, Müller (Libero).
Startformation Luzern: Köpfli, Hensler, Neubert, Fort, Amstutz, Wilmsen, Gautschi (Libero).