Volley Amriswil nicht zu stoppen

Die Thurgauer NLA-Volleyballer feiern den ersten Heimsieg gegen Lausanne seit eineinhalb Jahren. Der Leader verfügt nach zehn Partien weiterhin über eine perfekte Bilanz.

Bernhard Windler
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Matevz Kamnik (Mitte) stach bei Volley Amriswil gegen Lausanne aus der starken Mannschaftsleistung heraus. (Bild: Mario Gaccioli)

Matevz Kamnik (Mitte) stach bei Volley Amriswil gegen Lausanne aus der starken Mannschaftsleistung heraus. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Partie gegen das an dritter Stelle platzierte Uni-Team aus Lausanne nahm in der Sporthalle Tellenfeld sofort Fahrt auf. Bis zur 17:9-Führung war es ein spielerischer Leckerbissen, was der Tabellenführer aus Amriswil den 534 Zuschauern zeigte. Doch auch die Gäste aus dem Welschland zeigten ihre Klasse. Nur wenige Fehler und schöne Punkte auf beiden Seiten vermochten das Publikum zu begeistern. Dass die Amriswiler so klar in Führung gehen konnten, war einer geschlossen starken Mannschaftsleistung, vor allem aber Matevz Kamnik, geschuldet.

Der Rest des ersten Satzes war dann mehr Kampf als Klasse. Aufschlagfehler und Annahmeschwächen prägten diese Phase. Der Satzgewinn von Amriswil war dennoch nie in Gefahr und fiel mit 25:19 letztlich auch entsprechend deutlich aus. Der zweite Satz war viel länger ausgeglichen als der erste. Bis zum 10:10 vermochte sich kein Team abzusetzen. In der Folge waren es dann vor allem Thomas Zass und Jovan Djokic, welche die magistralen Zuspiele von Passeur Howatson in Punkte umwandeln konnten. Das 25:21 entsprach ziemlich genau den gezeigten Leistungen.

Lausanne wie verwandelt

Der Lausanner Coach Massimo Giaccardi sah sich durch die Amriswiler Dominanz gezwungen, in seinem Team eine Aufstellungsänderung vorzunehmen. Er zog seinen besten Mann Jonas Kvalen von der Aussen- auf die Diagonalposition ab und liess an seiner Stelle den Deutschen Björn Höhne spielen. Mit dieser taktischen Änderung hatte die Mannschaft von Trainer Marko Klok ziemlich Mühe. Jedenfalls gerieten die Gastgeber sofort mit 2:5 in Rückstand. Diesen drei Punkten Rückstand liefen die Amriswiler während des ganzen Satzes hinterher und konnten den Rückstand in der Folge auch nicht mehr aufholen.

Lausanne zog sein starkes Spiel unbeirrt durch und baute die Führung noch aus. Beim Zwischenstand von 13:18 hatten die Gäste sogar einen Vorsprung von fünf Punkten erreicht. Diesen verteidigten sie auch erfolgreich bis zum Satzende.

Amriswil lässt nichts anbrennen

Dass der Satzverlust für die Gastgeber nur ein kleiner Zwischenfall auf der Erfolgsstrasse war, zeigte sich im vierten Satz sehr schnell. Mit drei Aufschlagwinnern holte Zass für Amriswil einen deutlichen 7:2-Vorsprung heraus. Als das Team dann bei Aufschlag Kamnik von 9:6 auf 14:6 stellte, war das Spiel praktisch gelaufen. In einer von Äusserlichkeiten geprägten stürmischen Phase kamen die Waadtländer zwar nochmals auf 17:15 heran, doch dann sorgten Zass und Kamnik endgültig für die Differenz zu Gunsten des NLA-Tabellenführers.