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Volley Amriswil begibt sich auf eine Gratwanderung

Wenn am Samstag die neue NLA-Saison im Volleyball angepfiffen wird, gehören die Thurgauer erneut zu den Topfavoriten auf den Meistertitel. Das Team von Trainer Marko Klok ist gespickt mit ausländischen Topspielern. Sie stehen den Schweizern teils vor der Sonne, machen diese aber auch stärker.
Matthias Hafen
Marko Klok (Mitte) coacht auch in der Saison 2019/20 eine internationale Amriswiler Equipe. (Bild: Mario Gaccioli, Amriswil, 21. September 2019)

Marko Klok (Mitte) coacht auch in der Saison 2019/20 eine internationale Amriswiler Equipe. (Bild: Mario Gaccioli, Amriswil, 21. September 2019)

Mit dem Saisonstart am Samstag um 17 Uhr daheim gegen Schönenwerd beginnt für Volley Amriswil eine Gratwanderung. Für die kurz- bis mittelfristigen Ziele muss das Kader des Cupsiegers überdurchschnittliches internationales Format aufweisen. In der nationalen Meisterschaft ist nur der Titel gut genug und im Europacup (CEV-Cup) soll wieder mindestens eine Runde überstanden werden. Insgeheim wünscht man sich im Oberthurgau für die Zukunft sogar Champions-League-Spiele.

Ohne Ausländer keine internationale Ambitionen

Setzt Amriswil hauptsächlich auf Schweizer Spieler, ist diese Vision nur Träumerei. Deshalb ist die Mannschaft des niederländischen Trainers Marko Klok auch in der neuen Saison mit namhaften Ausländern gespickt. Der russische Hüne Bogdan Olefir, der schon 2016 mit Amriswil Meister geworden ist, dürfte auf der Aussenposition ein Schlüsseltransfer sein. Mit Matt Yoshimoto verteilt neu ein 22-jähriger Amerikaner die Bälle. Er ist ein Versprechen für die Zukunft. Und der österreichische Diagonalangreifer Thomas Zass wird auch 2019/20 zu den Attraktionen der NLA gehören.

Volley Amriswil - NLA-Kader 2019/20

1 Nikolaj Hjorth (DEN) Aussen
2 Michal Petras (SVK) Aussen
3 Matt Yoshimoto (USA) Passeur
4 Luca Weber Passeur
5 Luca Müller Libero
7 Ramon Diem Libero
8 Georg Escher (GER) Mitt
9 Thomas Zass (AUT) Diagonal
10 Bogdan Olefir (RUS) Aussen
11 Aleksandar Ljubicic (SRB) Mitte
12 Alex Lengweiler Mitte
14 Jovan Djokic Aussen
15 Julian Weisigk Diagonal
16 Joel Maag Mitte
17 Thomas Brändli Mitte
Trainer: Marko Klok (NED), Assistenztrainer: Matevz Kamnik (SVN)

Auf der anderen Seite setzt Amriswil stark auf den eigenen Nachwuchs, betreibt mit grossem Aufwand eine Talent School und möchte deren Abgängern nicht just dann den Weg verbauen, wenn der Übertritt ins NLA-Kader erfolgen sollte. Nun ist das Reservoir an Schweizer Spielern mit internationalem Format aber nicht unerschöpflich. Alleine die Anforderung an die Körpergrösse von rund zwei Metern sortiert schon viele aus.

Amriswil und Lausanne halten die Liga am Leben

Und die wenigen Schweizer, die es ins NLA-Kader schaffen, werden nur in einer starken Liga besser. In Zeiten, in denen sich Uni Bern freiwillig aus der NLA zurückzog, läuft es in der Schweiz indes auf eine Zweiklassengesellschaft hinaus. Cupsieger Amriswil und Meister Lausanne werden die Titel erneut unter sich ausmachen. Mit ihren europäischen Zielen und dem Effort, den sie ins eigene Kader stecken, bewahren sie aber die ganze Liga vor der drohenden Bedeutungslosigkeit.

Amriswil gegen Lausanne: Ein Duell auf Augenhöhe

Der Supercup in Gümligen lieferte am vergangenen Wochenende einen Vorgeschmack, was in der neuen NLA-Saison zu erwarten ist. Cupsieger Amriswil und Meister Lausanne lieferten sich einen harten Kampf, und die Ostschweizer drehten schliesslich einen 0:2-Satzrückstand. Auch in der Meisterschaft dürften sich der Titelverteidiger vom Genfersee und der Double-Gewinner von 2017 ein hochklassiges Duell um den Titel liefern. Amriswil hat dabei grössere Veränderungen zu moderieren als Lausanne. Beide aber haben die Abgänge wie jene von Passeur Sébastien Chevallier (Lausanne) respektive Libero Daniel Clément (Amriswil) gut ersetzt, sodass ein Zweikampf auf Augenhöhe zu erwarten ist. Dahinter ist vieles offen. Einige Teams verfügen über das Potenzial, zur dritten Kraft im Land zu werden. Im vergangenen Jahr war dies Schönenwerd. Die Solothurner haben anders als einige Konkurrenten viele gute Schweizer im Kader, selbst wenn sie mit Samuel Ehrat einen Nationalspieler an Aufsteiger Basel abgeben mussten. Die beiden Aufsteiger Basel und Lutry dürfen als Bereicherung für die Liga bezeichnet werden, da sie über das Potenzial verfügen, für die Gegner zu Stolpersteinen werden. Es ist jedenfalls eine deutlich ausgeglichenere Saison zu erwarten als im Vorjahr. Die NLA-Saison 2019/20 der Männer wird lediglich mit neun Teams ausgetragen, weil sich Uni Bern kurzfristig zurückgezogen hat. (sda/red)

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