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Voll auf den Mann gespielt beim Hammerballturnier in Kesswil

Das Rosendorf Kesswil ist die Hochburg des Hammerballs. Auf der Badiwiese haben vierzig Teams ihre Gegner mit den Wurfbällen ins Visier genommen und um nationale Titelehren gekämpft.
Max Eichenberger
Nach dem Anpfiff sprinten drei Teammitglieder zur Mittellinie, um die dort liegenden drei Bälle zu erobern. (Bild: Max Eichenberger)

Nach dem Anpfiff sprinten drei Teammitglieder zur Mittellinie, um die dort liegenden drei Bälle zu erobern. (Bild: Max Eichenberger)

«Gege hebe, chömed!» Der unvoreingenommene Zaungast entdeckt Analogien: zum Handball und Rugby, zum Fussball und Tontaubenschiessen. Hammerball kommt für den Laien als getunte Version des traditionellen Völkerballs daher. «Jeder Turnverein kennt Hammerball», sagt Joey Geering. Eine offiziell anerkannte Sportart ist es zwar nicht, doch haben auf Ersuchen des TV Kesswil die zuständigen Instanzen die Gründung einer Hammerball-Vereinigung abgesegnet. Das erlaubte dem Verein zum Jubiläum 2017 eine nationale Meisterschaft auszutragen.

Ein Kraftprotz von einem Turner nimmt energiegeladen einen der Gegner «ins Visier». (Bild: Max Eichenberger)

Ein Kraftprotz von einem Turner nimmt energiegeladen einen der Gegner «ins Visier». (Bild: Max Eichenberger)

Am Wochenende haben fast doppelt so viele Teams teilgenommen. Neben Vereinen aus dem Thurgau eine stärkere Vertretung aus der übrigen Ostschweiz und erstmals Mannschaften aus Zürich und dem Aargau.

OK-Präsident Geering träumt von hundert Teams in fünf Jahren. Selbstverständlich wieder auf der stoppligen Badiwiese am See. Die sportliche Nische und das ungeschriebene Heimaustragungsrecht wollen die Kesswiler nicht so schnell preisgeben.

Ein Entrinnen gibt es nicht

Beeindruckt duckt sich die menschliche Zielscheibe, in der Hoffnung, das Schicksal, beziehungsweise der Gegner, möge ihn nicht treffen. (Bild: Max Eichenberger)

Beeindruckt duckt sich die menschliche Zielscheibe, in der Hoffnung, das Schicksal, beziehungsweise der Gegner, möge ihn nicht treffen. (Bild: Max Eichenberger)

Das zwanzig Meter lange Spielfeld ist begrenzt von hohen Bretterbanden. Das macht das Spiel schnell und eröffnet taktische Varianten. Ein Entrinnen gibt es gegen angreifende Werfer nicht. Schon gar nicht, wenn sie in Übermacht gleichzeitig Gegenspieler ins Visier nehmen.

Wendigkeit, schnelle Reaktion und die Fähigkeit, Flugbahnen zu antizipieren, sind die besten Voraussetzungen, einem «Abschuss» zu entgehen. Einige Turner binden ihre Oberarme mit Tape ein. «Müüs» machen Eindruck. Einer geht nach einem Kopftreffer groggy zu Boden. Das Spiel heisst vielleicht auch deshalb Hammerball. Oder weil die Bälle hart an die Wand krachen. Wie im Fussball wird das schnelle Umschalten von der Abwehr in die Offensive gepflegt – mit dem Risiko, ins offene Messer laufen.

Über Kopf oder aus der Hüfte: Wurftechniken gibt es unterschiedliche. Am unberechenbarsten scheint der Schleuderwurf. Auf fünfzehn Spiele kommen die Teams im Schnitt. «Wir können immer noch gewinnen», muntert einer seine Kollegen nach drei Niederlagen auf. Zweckoptimismus setzt neue Kräfte frei.

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