Volksschulgemeinde Region Sulgen budgetiert für 2020 einen Verlust

Über eine halbe Million Franken will die Volksschulgemeinde Region Sulgen im nächsten Jahr investieren. 

Hannelore Bruderer
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Das Primarschulhaus im Sulger Oberdorf. (Bild: Hannelore Bruderer)

Das Primarschulhaus im Sulger Oberdorf. (Bild: Hannelore Bruderer)

Mit 13,859 Millionen Franken liegt der Gesamtaufwand im Budget 2020 der Volksschulgemeinde (VSG) Region Sulgen knapp 670 000 Franken über dem veranschlagten Wert des laufenden Jahres.

Angestiegen ist auch die Gesamtsumme auf der Ertragsseite. Die höheren Werte bei Aufwand und Ertrag sind hauptsächlich auf die gestiegene Schülerzahl zurückzuführen.

Defizit in dieser Höhe verkraftbar

Budgetiert ist ein Verlust von 152 700 Franken bei einem unveränderten Steuerfuss von 96 Prozent. «Dieser Rückschlag ist bei einem Eigenkapital von 7,8 Millionen Franken jedoch gut verkraftbar», sagt Schulpräsident Christoph Stäheli, «zumal auch die Rechnung 2019 voraussichtlich besser abschliessen wird als budgetiert.»

Mit der Ermittlung des Siegerprojekts «bänkli» im August ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für den Neubau eines Doppelkindergartens am Standort Kradolf gelegt worden. Am Donnerstagabend beantragt die Schulbehörde einen Projektierungskredit über 180 000 Franken.

Damit soll das Projekt, das auf rund 2,4 Millionen Franken geschätzt wird, soweit vorbereitet werden, dass im Frühling 2020 über den Baukredit ab­gestimmt werden kann.

Kooperation mit evangelischer Kirchgemeinde

Bei den Auslagen für den Unterhalt von Liegenschaften habe man sich bisher abwartend verhalten, sodass jetzt ein bestimmter Nachholbedarf be­stehe, erklärt der Schulpräsident.

Eine gute Lösung ist aus Sicht der Schulbehörde für den Ersatz der sanierungsbedürftigen Gas-/Ölheizung im Schulhaus Oberdorf gefunden worden. Die Schulhäuser Nord und Süd sowie die Turnhalle sollen dem Wärmeverbund der Evangelischen Kirchgemeinde Sulgen-Kradolf an­geschlossen werden.

Der neue Kindergarten wird bereits separat mit einer Wärmepumpenanlage beheizt. Als Heizmaterial wird beim Wärmeverbund heimisches Holz verwendet. «Eine Machbarkeits­abklärung hat gezeigt, dass die notwendige Leistung vorhanden ist», sagt Stäheli.

Sanierung des Aufenthaltsraums für Lehrer

Der Investitionskredit für die entsprechenden Installationen beträgt 130 000 Franken. Die Behörde rechnet damit, dass rund 30 000 Franken in Form von Förderbeiträgen zurückfliessen werden.

Ein weiterer Investitionskredit über 120 000 Franken betrifft die Sanierung des Arbeits- und Aufenthaltsraums für die Lehrpersonen.

Gemeindeversammlung der Volksschulgemeinde Region Sulgen: Donnerstag, 28. November, 20 Uhr; Mehrzweckhalle in Kradolf.