Volksschulgemeinde Bischofszell: Ja zu Baukredit und Budget

Die Volksschulgemeinde Bischofszell muss in den nächsten Jahren viel Geld in die Hand nehmen, um mit der Entwicklung Schritt halten zu können. Dank des vorhandenen Eigenkapitals ist aber keine Steuerfusserhöhung notwendig.

Georg Stelzner
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Schulpräsidentin Corinna Pasche-Strasser leitet die in Sitterdorf durchgeführte Gemeindeversammlung der VSG Bischofszell. (Bild: Georg Stelzner)

Schulpräsidentin Corinna Pasche-Strasser leitet die in Sitterdorf durchgeführte Gemeindeversammlung der VSG Bischofszell. (Bild: Georg Stelzner)

Corinna Pasche-Strasser, Präsidentin der Volksschulgemeinde (VSG) Bischofszell, schenkte den Stimmberechtigten, die sich am Dienstagabend zur Gemeindeversammlung in der Sitterdorfer Mehrzweckhalle eingefunden hatten, reinen Wein ein.

In ihren Ausführungen zum traktandierten Kreditbegehren und zum Voranschlag für 2019 zählte sie auf, welche Investitionen in den nächsten Jahren getätigt werden müssen, damit die VSG ihrem Ruf als fortschrittliche Schule auch in Zukunft gerecht wird.

Eine wertvolle Orientierungshilfe stellt laut Pasche das Schulraumentwicklungskonzept dar. «Es ermöglicht uns zu erkennen, wo Verbesserungen nötig und möglich sind», erklärte Pasche.

Bekenntnis zu Hohentannen und Kenzenau

Während sich auf Sekundarstufe keine grossen Veränderungen abzeichnen und Turnhallen in genügender Anzahl vorhanden sind, besteht in Bischofszell Nord Handlungsbedarf.

«Das dortige Schulhaus ist in einem schlechten Zustand», sagte Pasche und liess durchblicken, dass ein Abbruch wohl sinnvoller wäre als eine Sanierung. An den Standorten Hohentannen und Kenzenau wolle die Schulbehörde festhalten. "Das ist für diese Dörfer wichtig", sagte Pasche.

Bessere Bedingungen für Kindergarten

Bessere Bedingungen für Kindergarten Den Kreditantrag von 260'000 Franken für Umbauten in der Bischofszeller Schulanlage Hoffnungsgut begründete die Präsidentin mit der heutigen Situation, die «suboptimal» und für die Kindergärtler «mit vielen Nachteilen verbunden» sei.

Das von der Behörde zur Diskussion gestellte Projekt sieht eine Umplatzierung des Kindergartens vom neuen Schulhaus in den Altbau vor. Die 87 anwesenden Stimmberechtigten (1,25 Prozent) schlossen sich der behördlichen Einschätzung an und bewilligten den Kredit diskussionslos und ohne Gegenstimmen.

Digitalisierung fordert ihren Tribut

Digitalisierung fordert ihren Tribut Obwohl es bei einem Gesamtaufwand von rund 22 Millionen Franken einen Verlust von 786'300 Franken ausweist, warf das Budget 2019 keine hohen Wellen. Auch bei der Erläuterung dieses Geschäfts verwies die Schulpräsidentin auf die Notwendigkeit diverser Investitionen. Praktisch an allen Schulstandorten stünden Sanierungen an.

Um bei der fortschreitenden Digitalisierung à jour zu sein, brauche man für die Lehrpersonen 180 neue Laptops. Und am 10. Februar 2019 werde an der Urne über die Beschaffung von iPads entschieden.

Eigenkapital nimmt kontinuierlich ab

Pasche legte Wert auf die Feststellung, dass nicht nur in die Infrastruktur, sondern auch in Menschen investiert werde. Unter anderem erwähnte sie das Projekt «Frühe Förderung», von dem angehende Kindergärtler profitieren sollen. «Wir sind froh, dass wir von einem finanziellen Polster zehren können», stellte die Schulpräsidentin angesichts des budgetierten hohen Defizits fest.

Da auch in den nächsten Jahren mit Aufwandüberschüssen zu rechnen sei, werde sich das Eigenkapital sukzessive auf das vom Kanton empfohlene Mass reduzieren. Die Gemeindeversammlung genehmigte das Budget 2019 und den unveränderten Steuerfuss von 90 Prozent oppositionslos.