Volksschulbehörde Bischofszell reagiert auf neue Rahmenbedingungen

In der Volksschulgemeinde Bischofszell treten bei der Klassenbildung ab dem Schuljahr 2020/21 diverse Änderungen in Kraft.

Werner Lenzin
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Informierten über die neue Klassenbildung: Schulpräsidentin Corinna Pasche, Pierre Joseph, Pädagogischer Leiter der VSG Bischofszell, sowie die beiden Schulleiter Michael Knechtle und Ueli Naef.

Informierten über die neue Klassenbildung: Schulpräsidentin Corinna Pasche, Pierre Joseph, Pädagogischer Leiter der VSG Bischofszell, sowie die beiden Schulleiter Michael Knechtle und Ueli Naef.

Bild: Werner Lenzin

«Die Schule ist eine lernende Organisation, die den eingeschlagenen Weg immer wieder überprüfen muss und auch bereit ist, Neues auszuprobieren», sagte Schulpräsidentin Corinna Pasche am Dienstagabend in der Bitzihalle zu den 150 anwesenden Eltern.

Altersdurchmischtes Lernen

Für Pierre Joseph, den Pädagogischen Leiter der VSG Bischofszell, sind Veränderungen allgegenwärtig. Neue Schüler, Lehrpersonen, Schulwege und Schulräume gehören für ihn zusammen mit dem neuen Stundenplan zum Alltag.

«Vor einigen Jahren sind die altersdurchmischten Klassen eingeführt worden, und nun verlangen bildungspolitische Einflüsse wie Harmonisierung und neuer Lehrplan nach einer Veränderung», sagte Joseph.

Vier Standorte bilden Einheit

Gemäss Schulleiter Michael Knechtle gehören die vier Bischofszeller Schulstandorte zusammen. Dieses System bedinge heute, dass zwischen den Klassen immer wieder eine Lücke entsteht.

Die künftige Situation in der Primarschule sieht vor, dass im Nord zwei Abteilungen mit dem Kindergarten 1/2 und zwei Abteilungen 1./2. Klasse unterrichtet werden sollen.

Altersdurchmischtes Lernen

Im Obertor-Bitzi sind es ebenfalls zwei Kindergartenabteilungen und je zwei 1./2. und zwei 3./4. Klassen. Im Hoffnungsgut sind es neben den beiden Kindergarten 1/2 und drei 1./2. Klassen, vier 3./4. Klassen, vier 5./6. Klassen und eine 4./5. Klasse.

Als Vorteile dieser Umstrukturierung «3 zu 2» nannte Schulleiter Ueli Naef das altersdurchmischte Lernen als Profil der Schule, einen einheitlichen Rhythmus vom Kindergarten bis zur 6. Klasse und die Orientierung an der Struktur des Neuen Lehrplans Thurgau.

Fokussierung der Zusammenarbeit

«Eine fachbezogene Gliederung, ausgeglichene Halbklassengrössen und das Zusammenbleiben der Jahrgangsklassen während der Primarschulzeit sind weitere Vorteile», erklärte Naef.

Dazu komme, dass an allen Standorten Kindergärten und 1./2. Klasse unterrichtet werden und zyklusbezogene Unterrichtsteams eine Fokussierung der Zusammenarbeit zum Ziel haben.

Für die vier Verantwortlichen der Volksschulgemeinde Bischofszell gilt der Grundsatz: Soviel Veränderung wie nötig, sowenig Veränderung wie möglich! Nächsten April soll die definitive Klasseneinteilung bekannt sein.