Volksfeststimmung bei der Mosterei Möhl in Arbon

Die Firma feierte mit einem Fest nicht nur die die diesjährige Obsternte, sondern auch die Verbundenheit mit ihren Kunden.

Max Eichenberger
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Ein Festbesucher interessiert sich für die Verarbeitung der Äpfel. (Bild: Max Eichenberger)

Ein Festbesucher interessiert sich für die Verarbeitung der Äpfel. (Bild: Max Eichenberger)

Die neue Besucherstahlplattform gibt den Blick frei auf einen Teil des stetig gewachsenen Betriebsareals der Mosterei Möhl im Zentrum des Ortsteils Stachen. Nächste Woche wird an den 18 Silo-Ports Grossandrang herrschen, wenn die Bauern ihr Obst anliefern und die Verwertungskampagne anläuft.

500 regionale Lieferanten

Auf dem Platz vor dem Mostereimuseum MoMö herrscht Volksfeststimmung. Erstmals feiert Möhl ein bodenständiges Mostfest und lässt die Besucher an vielfältigen Aktivitäten teilhaben. Sie werden kulinarisch verwöhnt, zudem gibt es Degustationen.

Auch frischen Saft aus der Handpresse darf man nach den Vorführungen kosten. 30 Sorten Mostäpfel werden den leistungsfähigen Pressen zugeführt. Eine kleine Auslage auf dem Areal, wohinein die Gäste durch ein Palettentor gelotst werden, spiegelt die Vielfalt der von 500 Lieferanten aus der Region angelieferten Rohware. Hinzu kommen Mostäpfel von Verladestationen.

Mehrheitlich von Hochstammkulturen

«Der Bohnapfel ist die Hochstämmersorte, die am meisten angepflanzt wird», sagt Verwaltungsratspräsident Ernst Möhl. Er rechnet heuer mit einer Verarbeitungsmenge von 26'000 Tonnen, der Hälfte der Riesenernte im Jahr 2018.

Das Mostfest bietet Unterhaltung, Spass und Information. (Bild: Max Eichenberger)

Das Mostfest bietet Unterhaltung, Spass und Information. (Bild: Max Eichenberger)

Möhl sorgt mit dafür, dass das Bild der Oberthurgauer Obstgärten noch einigermassen intakt ist: 80 Prozent der Produktion stammt aus Hochstamm-, nur ein Fünftel aus Niederstammkulturen, davon die Hälfte, die den Anforderungen an Tafelobst unter anderem wegen der Grösse nicht erfüllt.

Grosses Interesse am Museum

Die Besucher erfahren, wie der Apfel in die Flasche kommt. Wissenswertes darüber, wie sich das Mostereihandwerk im Laufe von 150 Jahren entwickelt hat, vermittelt das im Vorjahr eröffnete und inzwischen von 30'000 Personen besuchte Museum. «Die Reaktionen sind überwältigend», sagt Möhl. Die wichtige Rolle der Bienen in der Apfelproduktion veranschaulicht ein Lehrpfad.

Derweil sorgen Musikformationen für Unterhaltung, bringen Clowns Kinder zum Staunen und bieten Spiele Abwechslung. Easy Sound animiert nach dem Abendessen am Samstag, das Tanzbein zu schwingen.