Weinfelden
Vier Künstlerinnen tauchen auf

Am Freitag hat die 29. Ausgabe des Sommerateliers in der Remise des Hauses zum Komitee in Weinfelden begonnen.

Manuela Olgiati
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Die vier Künstlerinnen Gabriela Falkner, Beate Rudolph, Ruth Erat und Cristina Witzig zeigen ihr kollektives Schaffen in der Remise und stehen vor dem EIngang stehen im «Parkverbot».

Die vier Künstlerinnen Gabriela Falkner, Beate Rudolph, Ruth Erat und Cristina Witzig zeigen ihr kollektives Schaffen in der Remise und stehen vor dem EIngang stehen im «Parkverbot».

Bild: Manuel Olgiati

Die vier Künstlerinnen Gabriela Falkner aus Herisau, Beate Rudolph aus St.Gallen, Ruth Erat aus Arbon und Cristina Witzig aus Weinfelden haben sich im «Parkverbot» vor dem Eingang aufgestellt. Aus den angedeuteten Pfeilen ist ein Kollektiv an Kunstschaffen entstanden. Mehr künstlerisches Schaffen ist im Innern des geschichtsträchtigen Hauses auszumachen.

Vom Erdgeschoss bis in den Dachstock mit der Intervention mit roten «Butzenscheiben» ist es eine Verdichtung eines Konzeptes. Auf Spurensuche zum Thema der Ausstellung Tauchgänge. Eintauchen in das einzelne Sujet kann jeder Betrachter – auch ohne Wasser – und in jeder Form. Mancher Besucher ist irritiert zwischen Schattenprojektionen und schier greifbaren Objekten, altes Zeitungspapier steckt in der Pulverkammer. Wie durch Zufall entdeckt, liegt eine Tür quer am Boden. Besucher gehen still durch einzelne Räume. Einer nickt und sagt:

«Man muss nicht alles verstehen können.»

Bei den Lichtstimmungen auf Papierbahnen im Erdgeschoss spricht Erat von Gedankeninseln, von zusammengewürfelten Texten, von Lyrik. Ein Besucher fragt beim Rundgang seine Frau, was der französische Satz wohl bedeute. Etwas über Freiheit, ist sich eine weitere Besucherin sicher. Auf der Etagère befinden einzelne Sätze. Ein filigranes Haus aus Holz schwebt nebenan. Unabhängig voneinander sind Worte in einen Wollstoffmantel eingestickt.

Brigitte Näpflin Dahinden von der Kulturkommission der Stadt Weinfelden.

Brigitte Näpflin Dahinden von der Kulturkommission der Stadt Weinfelden.

Bild: Manuel Olgiati

An der Vernissage spricht Brigitte Näpflin Dahinden von der Kulturkommission der Stadt Weinfelden von einer Experimentierfreude. Die Gäste stehen rund um diese kollektive «Parkverbot» vor dem Eingang. Unter den Vernissagegästen sind Freunde der Künstlerinnen sowie Weinfelder Persönlichkeiten versammelt. Schauspieler Thomas Götz sagt: «Ich werde mir die Ausstellung noch ansehen.» Am kommenden Samstag, 19 Uhr wird Götz in der Remise zum Thema Auftauchen eine satirische Reaktion abgeben. Am Mittwoch und Freitag stehen parallel zur Ausstellung eine Lesung und eine Performance auf dem Programm.

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