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Gemeinderechnung Kesswil: Viele Strassen sind in schlechtem Zustand

Das Defizit der Rechnung ist kleiner als erwartet. Millionen fliessen in den nächsten Jahren in die Sanierung der Strassen.
Marion Theler

Die Rechnung der Gemeinde Kesswil 2017 schliesst mit einem Defizit von rund 150000 Franken statt des budgetierten Minus von 450000 Franken: «Das ist viel besser als erwartet, aber ein Minus bleibt doch ein Minus», sagte Gemeindepräsident Kurt Henauer. Das bessere Ergebnis ist höheren Steuereinnahmen und tieferen Sozialausgaben zu verdanken. Kesswil profitiere von der professionellen Führung des neuen Kompetenzzentrums Soziale Dienste See, einer gemeindeübergreifenden Organisation für Sozialhilfe, Asylwesen und Case Manegement.

Henauer wird später am Abend einen anderen Bereich erwähnen, in dem nach einer gemeindeübergreifenden Lösung gesucht wird. So brauche es in der Bauverwaltung juristisches Fachwissen. Es sei eine Illusion zu glauben, was vor acht bis zehn Jahren funktioniert habe, funktioniere immer noch. Man sei mit Nachbargemeinden im Gespräch, um mittelfristig eine gemeinsame Lösung zu finden, die den heutigen Anforderungen standhalte.

Über 80 Prozent der Strassen in schlechtem Zustand

18,6 Prozent der Kesswiler Gemeindestrassen seien in einem schlechten Zustand, Stufe rot, besagt eine in Auftrag gegebene Zustandsaufnahme. Diese Strassen seien total – also inklusive Untergrund – kaputt, erklärte Gemeinderat Christian Gasser. 64 Prozent seien in kritischem Zustand, Stufe gelb: Hier müsse innert der nächsten fünf Jahre die Deckschicht erneuert werden, damit die Kofferung nicht auch kaputt gehe. Insgesamt wird mit Kosten von 5,6 Millionen Franken für die nächsten 20 Jahre gerechnet. In diesem Investitionsbedarf von zirka 280000 Franken jährlich sind die Kosten für neue Werkleitungen nicht inbegriffen.

Ortsplanung kommt teurer als erwartet

Weniger teuer, aber einiges komplexer ist die Ortsplanung, die Kesswil seit Jahren beschäftigt. Kurt Henauer gab den 77 Stimmbürgern eine Kurzfassung der sehr gut besuchten Orientierungsversammlung und erläuterte nochmals alle Brennpunkte. «Es kostet nur und nichts geht», sagte Henauer. Eine zweite ergänzende Auflage der Ortsplanung sei in Arbeit. Die vielen Einsprachen aus der ersten Auflage würden erst zusammen mit den zu erwartenden neuen Einsprachen beantwortet. Ein Bürger wollte wissen, wie viel Geld bis anhin in die Ortsplanung geflossen sei. «Wir dachten 120000 Franken würden genügen. Jetzt sind wir bei 220000 Franken und rechnen mit nochmals 40000 Franken», antwortete der Gemeindepräsident und präzisiert: «ohne Prozesskosten».

Unterschriftenaktion gegen Signalisation

Die geplante, neue Signalisation im Seedorf wurde nicht gut aufgenommen. Gemeinderat Richard Heinzer hielt fest, dass das Thema komplex sei und Emotionen wecke. Die jetzige Situation wurde aber nie vom Kanton genehmigt und sei illegal. «Wir müssen etwas machen. Überall frei parken geht nicht. Im Notfall kommt zum Beispiel die Feuerwehr nicht durch.» Die punktuellen Einwendungen zu den Parkfeldern seien gut gewesen und würden berücksichtigt. Der Einwendung mit 50 Unterschriften, welche die Parkzone grundsätzlich ablehnt und den Status quo beibehalten möchte, gibt Heinzer aber eine Abfuhr. Eine Auflage der Parkzone wird folgen.

Heinzer informierte auch über die Planung zum Generationenhaus: Im Dezember soll über das Gesamtpaket mit Bauprojekt, Baurechtsvertrag sowie Genossenschaftsbeteiligung der Gemeinde abgestimmt werden können. Neu sollen anstatt grösserer Wohnungen vor allem 2.5 Zimmer Wohnungen gebaut werden: Gemäss Fachleuten gebe es dafür grösseren Bedarf.

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