Viele Fragen der Wäldinger zur geplanten Deponie: «Das Unterfangen muss sich rentieren»

Unternehmer Hermann Dähler stellt seine Pläne zur Deponie Sandeggere vor und beantwortet Fragen.

Viviane Vogel
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Bürgerinnen und Bürger lassen sich vor Ort über die Deponiepläne informieren.

Bürgerinnen und Bürger lassen sich vor Ort über die Deponiepläne informieren.

(Bild: Vivane Vogel)

Am Samstagvormittag trafen sich Einwohner der Gemeinden Wäldi und Raperswilen zur Infoveranstaltung zur Deponie Sandeggere. Unternehmer Hermann Dähler stellte sein Projekt vor. Bisher habe es noch kein Hindernis gegeben. Er sagt:

«Aber es wird sich dem Projekt schon noch etwas in den Weg stellen.»

Dähler informiert die Stimmbürger von Wäldi und Raperswilen über sein Vorhaben. Zwischen den beiden Gemeinden soll eine Deponie für unverschmutztes Aushubmaterial entstehen. Die Anwesenden sind mit vielen Fragen gekommen. «Kommt der Aushub aus Zürich?», lautet die erste. Dähler versichert den Anwesenden, dass die Deponie für regionales Material gedacht ist. Sie soll in etwa zehn Jahren zur Rekultivierung freistehen.

«Wieso denn genau hier?», fragt Landwirt Ueli Hugelshofer. «Gleich nebenan gibt es ein grosses Loch, das aufzufüllen sich lohnen würde.» Dies wäre gut für den Wasserabfluss. Dähler antwortet, dass das nicht möglich sei. «Ein solches Unterfangen muss immer eine ökologische Aufwertung beinhalten. Diese muss sich auch für mich rentieren.»

Mit den Auflagen von diversen Ämtern käme nur die aktuelle Lage in Frage. Das Vorhaben beansprucht nämlich über 400'000 Kubikmeter Material.

Der Verkehr liefert am meisten Diskussionsstoff

«Hefenhausen und Hattenhausen sind jetzt schon vom Schwerverkehr geplagt», gibt ein Anwesender zu bedenken.

«Wir müssen uns wirklich fragen, ob wir noch mehr Lastwagen wollen.»

Diese müssten in Hefenhausen immer auf die Gegenfahrbahn ausweichen, und das auf einem Schulweg. «Für mich stellt sich schon die Frage, ob wir noch den Überblick haben», sagt Franz Vonarburg. «Der kürzlich beantragte Zebrastreifen wurde nicht genehmigt. Mehr Verkehr wird viel schneller bewilligt.»

Die Gegenleistung für die Gemeinden ist ein weiterer Knackpunkt. Hugelshofer sagt: «Dieses Vorhaben bringt vor allem dem was, der die Deponie auffüllt.» Schon an der letzten Infoveranstaltung wurden die Bürger darauf aufmerksam gemacht: Die Steuereinnahmen werden vor allem die Fruthwiler sehen. Dort ist Dählers Firmensitz.

Nach diesem Infoanlass ist klar: Die Abstimmung wird spannend. Für die Wäldinger ist die Deponie in der Ortsplanungsrevision inkludiert. Die Stimmbürger können entweder beides annehmen oder beides ablehnen. Noch ist jedoch erst die Planung im Gange. Rückmeldungen können bis Ende Januar an die jeweiligen Gemeinden gerichtet werden.