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Viel Zustimmung und leise Kritik am geplanten Amriswiler Kindergarten Hemmerswil

Am Dienstagabend informierte die Volksschulgemeinde über den geplanten Neubau des Kindergartens Hemmerswil. Das Publikum stand hinter dem Projekt, brachte aber auch Verbesserungsvorschläge mit ein.
Manuel Nagel
So ähnlich soll der Kindergarten Hemmerswil von Osten, von der Schulanlage her aussehen. Im Frühsommer 2020 könnte er bezogen werden. (Bild: PD/Kaderli Architekten)

So ähnlich soll der Kindergarten Hemmerswil von Osten, von der Schulanlage her aussehen. Im Frühsommer 2020 könnte er bezogen werden. (Bild: PD/Kaderli Architekten)

Christoph Kohler entlockte den Anwesenden unfreiwillig ein Schmunzeln, als er sagte, dass die Volksschulgemeinde erst gerade frisch den neuen Kindergarten Hemmerswil bezogen habe. Ob es ein Freud’scher Versprecher war oder einfach ein freudiger Blick in die Zukunft?

Der Schulpräsident korrigierte seinen sprachlichen Lapsus jedoch umgehend und sagte: «Äh, ich meine Mühlebach.» Denn um den geplanten Neubau des Kindergartens Hemmerswil ging es ja an diesem Informationsabend am Dienstag in der Schulanlage ganz im Osten der Stadt.

Künftig 30 Kinder mehr pro Jahrgang

Rund 50 Personen folgen den Ausführungen von Samuel Oberholzer, VSG-Vizepräsident und Präsident der Baukommission. (Bild: Manuel Nagel)

Rund 50 Personen folgen den Ausführungen von Samuel Oberholzer, VSG-Vizepräsident und Präsident der Baukommission. (Bild: Manuel Nagel)

Die 60 bestuhlten Plätze waren fast alle besetzt mit Behördevertretern, Anwohnern, Eltern und Schulleiterin Bettina Sutter, der als «Hausherrin» von Christoph Kohler das Wort erteilt wurde.

«Schule im Wandel der Zeit» war das Thema ihrer kurzen Präsentation, in der sie sich auf das Stichwort Raum beschränkte. Man brauche aus pädagogischen Gründen mehr Raum für die Kinder als früher, führte sie aus. Aber auch die Schülerzahlen steigen voraussichtlich an. Während in den nächsten drei Jahren auf dem Gebiet der VSG die Eintritte in den Kindergarten bei etwa 170 lägen, müsse man aufgrund der Geburten für das Schuljahr 2022/2023 bereits mit rund 200 Kindern rechnen – und die Tendenz ist steigend.

Neubau gehört zu den kostengünstigsten

«Was passiert, wenn das Projekt nicht angenommen wird?», fragte ein Schulbürger, denn das Gebäude dürfte ja auch nicht mehr den Sicherheitsrichtlinien entsprechen, mutmasste er. Dass der in die Jahre gekommene Kindergarten nicht mehr sicher sei, verneinte VSG-Vizepräsident Samuel Oberholzer vehement. Im Falle eines Neins habe die VSG aber «keinen Plan B im Köcher».

Doch in den letzten Jahren habe die Schule ihre Abstimmungen stets deutlich durchgebracht. Ausserdem sei man im Vergleich mit anderen Neubauten von Kindergärten mit 768 Franken pro Kubikmeter sehr günstig, sagte Oberholzer. Am 10. Februar wird über den 2,65 Millionen Franken-Kredit abgestimmt.

Von der Lohstrasse von Norden her geht man zum Eingang des Kindergartens hinauf. (Bild: PD/Kaderli Architekten)

Von der Lohstrasse von Norden her geht man zum Eingang des Kindergartens hinauf. (Bild: PD/Kaderli Architekten)

Daraufhin fragte eine weitere Teilnehmerin des Informationsanlasses in die Runde, wie denn jemand allen Ernstes überhaupt in Erwägung ziehen könne, solch ein Projekt abzulehnen. Es gehe schliesslich um unsere Kinder und somit um unsere Zukunft. Sie sei zwar nicht stimmberechtigt, aber Gott sei Dank ihr Mann.

Schulbehörde will Anregungen überprüfen

Stimmen gegen das Projekt oder den Neubau gab es keine, jedoch den einen oder anderen Verbesserungsvorschlag. Ein Schulbürger aus Oberaach regte an, das Vordach zum Hof etwas grösser zu machen, und eine andere Anwesende fand, dass im südlichen Kindergarten die Fensterflächen zu klein seien und die Stäbe davor wie ein Gefängnis wirkten.

Mit der Südfassade und den Stäben vor den Fenstern des einen Kindergartens sind nicht alle glücklich. (Bild: PD/Kaderli Architekten)

Mit der Südfassade und den Stäben vor den Fenstern des einen Kindergartens sind nicht alle glücklich. (Bild: PD/Kaderli Architekten)

Die Schulbehörde versprach, diese Ideen zu überprüfen und der ebenfalls anwesende Architekt Ernst Kaderli sagte, dass man die Lichtmenge nochmals rechnen werde. Zudem gab er zu bedenken, dass im Sommer der Raum sehr heiss werde ohne die Stäbe vor den Fenstern im Süden und dann die Storen wohl vermehrt unten sein würden. Architekt Kaderli zeigte sich aber überzeugt, dass die Kindergartenräume hell genug sein werden.

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