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Viel Zuspruch für selbstfahrende Busse in der Arboner Altstadt

Die Gäste des 100-Jahr-Jubiläums der Technischen Gesellschaft sind begeistert von einer Machbarkeitsstudie. «Stehenbleiben ist keine Option», sagt Regierungsrat Walter Schönholzer.
Tanja von Arx
In Sion VS verkehrt bereits ein selbstfahrender Bus. Ohne Chauffeur, wie der Name schon sagt. Bild: Cyril Zingaro/Keystone

In Sion VS verkehrt bereits ein selbstfahrender Bus. Ohne Chauffeur, wie der Name schon sagt. Bild: Cyril Zingaro/Keystone

Das Projekt findet Anklang. Diese Woche hat die Technische Gesellschaft Arbon am 100-Jährigen die geplante Machbarkeitsstudie zu selbstfahrenden Bussen vorgestellt, wie sie bereits in Neuhausen SH, Sion, Bern, Genf, Marly NE, Cossonay VD und Zug verkehren (unsere Zeitung berichtete). Unter den zahlreichen Gästen im Schloss Roggwil, sagt Stadtpräsident Andreas Balg: «Ich begrüsse so ein Projekt sehr, zumal es uns als Stadt einiges an Arbeit abnimmt und zugleich neue Erkenntnisse bringen wird.» Generell denke er, dass sich die Altstadt hervorragend für eine solche Umsetzung eigne. «Für einen zeitnahen Betrieb dürfte es allerdings nicht ganz so einfach werden.» Einige gesetzliche Regelungen würden noch fehlen, die den Normalbetrieb ermöglichen würden.

«Es bedarf einer solchen Institution»

Nach Eröffnung des feierlichen Anlasses durch TGA-Präsident Arthur Stark liess es sich Regierungsrat Walter Schönholzer nicht nehmen, von Herzen dem «rüstigen Geburtstagskind» zu gratulieren. Der Chef des kantonalen Departements für Inneres und Volkswirtschaft betonte, dass es nach wie vor einer Institution wie der TGA bedürfe, obschon die Technologie sich im letzten Säkulum massiv gewandelt hätte.

Stadtpräsident Andreas Balg. Bild: Donato Caspari

Stadtpräsident Andreas Balg. Bild: Donato Caspari

Nach dem Ersten Weltkrieg habe die TGA versucht, den Menschen im technischen Bereich durch Erklärungen und Weiterbildungen die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes zu nehmen. «Heute bieten sich Parallelen.» Und zwar zur für viele noch erklärungsbedürftigen, nichtsdestotrotz zunehmend digitalisierten und robotisierten Arbeitswelt. «Es ist ein Prozess im Gange, den wir nicht bremsen und kaum steuern können.» Schönholzer warf die Frage in den Raum: «Was erwartet uns in der Welt von morgen?» Noch niemand könne dies heute genau wissen. «Gewiss ist, dass es die TGA braucht.» Denn deren Mitglieder würden sich primär nicht mit der gesellschaftlichen Verunsicherung befassen, die durch neue Technologien entstehe, sondern vor allem mit deren Nutzen für die Menschheit. «TGA-Mitglieder sind Menschen, die nach dem Motto ‹Den Mutigen gehört die Welt› handeln – und das kommt der ganzen Gesellschaft zu Gute. «Stehenbleiben und Abwarten sind keine Option.»

Stadtpräsident Balg misst der TGA ebenfalls besonderen gesellschaftlichen Wert zu. «Es ist gut, dass die technikaffinen Leute ihr Wissen auch anderen nahebringen.» Die TGA habe in den letzten Hundert Jahren massgeblich zum technischen Verständnis der örtlichen Bevölkerung beigetragen. «Dass dies gerade in Arbon passiert ist, mag kein Zufall sein.» Schon seit jeher herrsche im klassischen Industrie- und Arbeiterort ein Flair für neue Maschinen und Technologien.

Es geht auch um die Umwelt

Michael Fritz, Finanzchef der Gruppe Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau, hob die Wichtigkeit technologieaffiner Menschen im 21. Jahrhundert hervor. «Heute können immer mehr Technologien für die Energieerzeugung gebraucht werden.» Gerade auch in seiner Branche. «Die E-Mobilität nimmt zu, die Hausspeicher werden ausgebaut sowie von Dritten gesteuert und die Digitalisierung wird die Energiebranche der Zukunft massgeblich verändern.» Da sei man froh, wenn man von so sachverständigen Menschen wie bei der TGA voller Energie begleitet werde.

Dennis Reichardt, Präsident der Arbeitgebervereinigung Arbon, sagt: «Ich freue mich, dass die TGA heute nicht nur den neuen Technologien, sondern auch der Umwelt grosse Beachtung schenkt.» Wichtig sei jedoch vor allem eines: «Dass sie das Interesse der Jugend an der Technik zu wecken versucht.»

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