Viel Zirkus am Arboner Lälle-Obig

Stadtpräsident Andreas Balg zeigte sich am Freitag bei den Fasnächtlern von seiner artistischen und bissigen Seite. Für Unterhaltung sorgten auch die beiden Clowns Olli Hauenstein und Werelli sowie zwei Guggen.

Markus Schoch
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Clown Werner Luginbühl sorgte für musikalische Unterhaltung. (Bilder: Reto Martin)

Clown Werner Luginbühl sorgte für musikalische Unterhaltung. (Bilder: Reto Martin)

Es sei einer der schönsten Lälle-Obige überhaupt gewesen, sagten langjährige Besucher. Spätestens als Andreas Balg die Manege beziehungsweise die Bühne betrat, war das Eis gebrochen. Der Stadtpräsident war äusserst gut aufgelegt, locker und scharfzüngig. Er frage sich, wer im Stadtrat welche Rolle hätte, wenn das Stadthaus ein Zirkus wäre, sagte Balg.

«Ich und Patrick Hug wären sicher die Clowns.»

Und er selber wahrscheinlich der dumme August. Grandseigneur Hans Ulrich Züllig oder einfach HUZ sehe er klar als Direktor. Apropos HUZ: Es gebe ein Volk der Huzute, das genügsam und fleissig sei, aber (aus diesen Gründen) nicht in naher Verbindung zu Züllig stehe.

Balg besuchte Laufbahnberatung

Zu Konrad Brühwiler sei ihm nichts eingefallen, sagte Balg und fragte: «Gibt es in einem Zirkus auch Kamele?» Für Gubser komme nur eine Rolle in Frage: die der Hochseiltänzerin.

«Peter im Tutu allein wäre schon das Eintrittsgeld wert.»
Stadtpräsident Andreas Balg jongliert mit drei Bällen.

Stadtpräsident Andreas Balg jongliert mit drei Bällen.

Dann kam Balg auf seine berufliche Zukunft zu sprechen. Er wisse selber noch nicht genau, was er machen wolle, und sei deshalb zu einem Laufbahnberater gegangen. Der habe ihm mit Blick auf sein Alter und seine lange berufliche Vergangenheit in Verwaltung und Politik ein Körper-Gehirn-Aktivierungskonzept vorgeschlagen.

Konkret: Jonglage mit Bällen. Balg bewies dem Publikum, dass er es mit drei Bällen spielend leicht kann, auch auf einem Balancierbrett mit Rolle. Und er stellte Parallelen zur Politik her. Wenn der Jongleur alle drei Bälle fallen lasse, dann sei er einfach nur schlecht. Wenn in Arbon alles schiefgehe, «dann ist der Stadtrat schuld».

Der Musik-Clown Werelli.

Der Musik-Clown Werelli.

Ebenfalls einiges zu bieten hatte Clown Werner Luginbühl alias Werelli. Er entlockte einem Schlauch Alphorn-Töne, machte einen Harass voller Flaschen zum Instrument, spielte auf der hinter den Kopf gehaltenen Handorgel, trat als kleines Ein-Mann-Orchester auf und erzählte Witze.

Richtig los ging die Party mit den Amriswiler Marktplatzpfuusern. Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Clown Olli Hauenstein, der nach der Darbietung des Hüüler-Herrenballetts die Besucher zum Lachen brachte. Den Schlusspunkt setzen die Arbor Felix Hüüler.

Aus dem Elferrat verabschiedete Hofnarr André Mägert Ramona Dietrich, Regula Kohler und Roland Menzi, der 27 Jahre dabei gewesen war. Lällekönigin Katja Weingartner-Gsell schlug Philipp Suter zum Ritter.