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Viel umschwärmte Honigkönigin

Nur alle zehn Jahre findet der Kongress deutschsprachiger Imker in der Schweiz statt. Dieses Jahr trafen sich 2000 Bienenfreunde im Amriswiler Pentorama. Sogar von der Ostsee reisten Teilnehmer mit Bussen an.
Manuel Nagel
Die Österreichische Honigkönigin Elisabeth I. war ein beliebtes Fotosujet während des Imkerkongresses im Pentorama. (Bild: Manuel Nagel)

Die Österreichische Honigkönigin Elisabeth I. war ein beliebtes Fotosujet während des Imkerkongresses im Pentorama. (Bild: Manuel Nagel)

Im Pentorama ging es in den letzten Tagen zu und her wie in einem Bienenhaus – und für einmal könnte der Vergleich nicht passender sein, denn Amriswil war von Donnerstag bis Samstag Schauplatz des 90. Kongresses deutschsprachiger Imker.

Im Turnus von zwei Jahren findet der Kongress in Deutschland, Österreich, Luxemburg, Südtirol oder der Schweiz statt. Am Samstag wurde die Fahne an Brixen im Südtirol übergeben, wo der Kongress 2020 ausgerichtet wird. Die Schweiz ist dann erst 2028 wieder am Zug.

«Wir fanden hier mit dem Pentorama eine ideale Lokalität vor, wurden offen empfangen und von der Stadt Amriswil professionell betreut.»Mathias Götti Limacher Zentralpräsident Bienen Schweiz

«Wir fanden hier mit dem Pentorama eine ideale Lokalität vor, wurden offen empfangen und von der Stadt Amriswil professionell betreut.»
Mathias Götti Limacher Zentralpräsident Bienen Schweiz

Eine grosse Ehre also für die Imker aus der Region. Insbesondere Oberthurgauer Imkerverein (OTIV) und der Imkerverein Egnach und Umgebung seien mit mehr als hundert Helfern beteiligt gewesen, sagte Kurt Krattiger aus Amriswil, der bei den Egnacher Imkern aktiv ist. Doch nicht nur die zahlreichen fleissigen Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf, «auch von der Stadt Amriswil wurden wir professionell betreut», sagte Mathias Götti Limacher, Zentralpräsident von Bienen Schweiz und somit oberster Imker des Landes.

Gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd

Die Fachvorträge im Pentorama waren von den Imkern gut besucht. (Bild: Manuel Nagel)

Die Fachvorträge im Pentorama waren von den Imkern gut besucht. (Bild: Manuel Nagel)

Das schöne Wetter trug sicher seinen Teil bei zu einem gelungenen Kongress, aber vor allem war es die Infrastruktur, welche in Amriswil perfekt sei, sagte Max Meinherz, Redaktionsleiter der Schweizerischen Bienen-Zeitung. Oft seien Kongressort und Fachausstellung nicht zusammen. Deshalb sei hier die Garage des Pentorama für die Anbieter von Bekleidung, Bienenhäusern und anderen Imkerutensilien ideal. So konnten die Kongressteilnehmer nach einem der zahlreichen Fachvorträge im Saal sich danach im Untergeschoss über die neusten Trends informieren.

In der Garage präsentierten Aussteller ihre Imkerutensilien. (Bild: Manuel Nagel)

In der Garage präsentierten Aussteller ihre Imkerutensilien. (Bild: Manuel Nagel)

Dort lief ihnen auch irgendwo Elisabeth Huth über den Weg. Sie ist amtierende Bienenkönigin des Österreichischen Imkerbundes und war beliebtes Fotosujet für Bienenfreunde von überallher, die auf dem Bild mit ihr wie ein Honigkuchenpferd strahlten.

Altes Bienenhaus als Attraktion

Gefreut haben sich auch 20 Imker, welche am Donnerstag ihr Diplom mit Eidgenössischem Fachausweis bekommen haben. Es sind die ersten Absolventen der 2014 gestarteten Ausbildung, welche rund hundert Tage dauert. Von diesen werden 30 Tage die Schulbank gedrückt, in der restlichen Zeit werden Arbeiten geschrieben.

«Der Kongress in Amriswil war besser organisiert und es gab auch bessere Referate als vor zwei Jahren in Salzburg.»Max MeinherzSchweizerische Bienen-Zeitung

«Der Kongress in Amriswil war besser organisiert und es gab auch bessere Referate als vor zwei Jahren in Salzburg.»
Max Meinherz
Schweizerische Bienen-Zeitung

Die eidgenössische Ausbildung und die hiesigen Gepflogenheiten interessierte auch die ausländischen Gäste. So wollten Imker aus Rostock, die mit Bussen von der Ostsee angereist waren, bei einem Kollegen in der Umgebung vorbeischauen, wie auch eine Journalistin des «Deutschen Bienenjournals». Diese landete schliesslich bei Andreas Sallmann, der noch ein altes Bienenhaus besitzt. «Die Bienenhaus-Imkerei ist typisch für die Schweiz», erzählte Max Meinherz, der für die Journalistin das Treffen arrangierte. In den übrigen Ländern sei sonst die Magazin-Imkerei vorherrschend.

So leistete der Imkerkongress in Amriswil also auch einen kleinen Beitrag zur (Bienen-)Völkerverständigung.

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