Versammlung
Wahl- und Abstimmungserfolg: Die Bussnanger Schulbehörde bringt alle Anträge durch

Am Donnerstagabend hat die Primarschulgemeinde Bussnang-Rothenhausen ihre Versammlung durchgeführt. Die Behörde kann in der bisherigen Besetzung eine weitere Legislatur wirken.

Mario Testa
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Die Behörde der Primarschulgemeinde Bussnang-Rothenhausen: Präsident Adrian von Grünigen, Mirjam Mele, Marlene Tabord, René Meier und Stefan Rutishauser.

Die Behörde der Primarschulgemeinde Bussnang-Rothenhausen: Präsident Adrian von Grünigen, Mirjam Mele, Marlene Tabord, René Meier und Stefan Rutishauser.

Bild: Mario Testa

Die Behörde rief zur Versammlung, und die Stimmberechtigten kamen. Wenn mit acht Personen auch nur gerade so viele, dass die fünf Mitglieder der Schulbehörde und die beiden anwesenden Rechnungsprüfungskommissionsmitglieder nicht von sich aus das Absolute Mehr erreicht hätten. Im Nachhinein gesehen, hätte jedoch auch dies keinen Einfluss auf den Ausgang der Abstimmungen und Wahlen gehabt, alle Entscheide fielen im Verlauf des Donnerstagabends einstimmig.

Präsident Adrian von Grünigen hält in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr fest: «Die Coronazeit hat vielen Eltern mal wieder deutlich aufgezeigt, wie wichtig Schule ist. Ihre Kinder sind betreut und erhalten Bildung.» Die Behörde und Schulleitung habe trotz Pandemie darauf geachtet, so viele Aktivitäten mit den Kindern durchzuführen wie möglich.

Digitales Lernen und möglichst viele Aktivitäten

Schulleiter Renato Winteler betont, dass die Schule schnell reagiert und im ersten Lockdown bereits ein Lerntool eingeführt habe:

Schulleiter Renato Winteler.

Schulleiter Renato Winteler.

Bild: Mario Testa
«Das ist eine gute Errungenschaft der Digitalisierung. Im Wissen, dass die aktuelle Situation ein Marathon wird und kein Sprint.»

Nun seien die Kinder erprobt, auf der Schulplattform zu lernen und hätten so auch weniger Probleme, sollten sie mal wegen Quarantäne zu Hause bleiben müssen.

Steuerfuss steigt um acht Punkte

Die Jahresrechnung 2020 mit einem Überschuss von 290'000 Franken und das Budget 2021 (siehe Kasten) mit einer Steuerfusserhöhung um acht Punkte auf 61 Prozent bewilligen die Stimmberechtigten diskussionslos und einstimmig. Dank des positiven Rechnungsabschlusses im Vorjahr kann die Primarschule das Eigenkapital auf 1,67 Millionen Franken aufstocken.

Mit grossem Abstand und spärlich besetzten Stühlen begehen die Stimmberechtigten die Versammlung der Primarschulgemeinde Bussnang-Rothenhausen in der Mehrzweckhalle.

Mit grossem Abstand und spärlich besetzten Stühlen begehen die Stimmberechtigten die Versammlung der Primarschulgemeinde Bussnang-Rothenhausen in der Mehrzweckhalle.

Bild: Mario Testa

Nettoinvestitionen will die Behörde im laufenden Jahr für 1,1 Millionen Franken tätigen. Mit dem Grossteil des Geldes – einem Übertrag aus dem Vorjahr – wird der Erweiterungsbau des Schulhauses abgeschlossen und mit 223'000 Franken das Erdgeschoss des alten Schulhauses umgebaut. Es soll einerseits den aktuellen Brandschutzvorschriften angepasst und besser aufgeteilt werden für die Räume der Sonderpädagogik. «Das ist die letzte grössere Investition, danach sind wir mit der Sanierung unserer Schule durch», sagt der für die Liegenschaften Verantwortliche Stefan Rutishauser. Diesen Sommer will er für 55'000 Franken auch den Spielplatz auf dem Schulgelände erneuern lassen.

Einstimmige Wahl aller Mitglieder

Die Gesamterneuerungswahlen der Schulbehörde und der Rechnungsprüfungskommission zeigen zum Schluss ein deutliches Bild. Alle fünf Behördenmitglieder werden einstimmig im Amt bestätigt, ebenso die drei bisherigen Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission, in die Freddy Gerber neu einzieht, nachdem Hugo Foster nach 15 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl antrat.

Präsident Adrian von Grünigen weist zum Schluss der fast zweistündigen Versammlung noch darauf hin, dass die Schule versuche, am 17. Juni ein grosses Schulfest zu veranstalten. Dann soll auch der Erweiterungsbau besichtigt werden können.

Budget

«Mehr Sparen geht nicht»

Im Budget für das Jahr 2021 rechnet die Schulbehörde trotz Steuerfusserhöhung um acht Punkte auf neu 61 Prozent mit einem Defizit von 354'000 Franken. «Wir benötigen die Steuererhöhung. Mehr Sparen geht einfach nicht», sagt Schulpräsident Adrian von Grünigen. Dank der Steuererhöhung soll die Schulgemeinde Schulden abbauen und die deutlich erhöhten Zahlungen in den Finanzsausgleich verkraften können.