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Verlust ist keine Überraschung

Rund eine halbe Million Franken beträgt das Minus in der Rechnung 2017 der Stadt Bischofszell. Geradezu explodiert sind die Sozialhilfekosten. Höhere Steuereinnahmen und tiefere Sachaufwendungen verhinderten Schlimmeres.
Georg Stelzner
Lokalaugenschein auf der neu erstellten Laagerstrasse im Gebiet Gihl: Pascal Eichmann, Leiter Finanzen und Steuern, Stadtpräsident Thomas Weingart und Sonja Lenggenhager, Bereichsleiterin Finanzen bei den Technischen Gemeindebetrieben. (Bild: Donato Caspari)

Lokalaugenschein auf der neu erstellten Laagerstrasse im Gebiet Gihl: Pascal Eichmann, Leiter Finanzen und Steuern, Stadtpräsident Thomas Weingart und Sonja Lenggenhager, Bereichsleiterin Finanzen bei den Technischen Gemeindebetrieben. (Bild: Donato Caspari)

Stadtpräsident Thomas Weingart ist nicht zu beneiden. Anders als Amtskollegen in der Region kann er keinen positiven Rechnungsabschluss präsentieren. Finanziell sieht es für die Rosenstadt nicht rosig aus, doch neu ist diese Erkenntnis nicht. Das strukturelle Defizit macht sich Jahr für Jahr schmerzlich bemerkbar. «Die gute Nachricht ist, dass der Abschluss immerhin etwas besser ausfällt, als gemäss Budget zu erwarten war», sagt Weingart.

Kinderschutzmassnahmen schlagen zu Buche

Der Verlust von 490736 Franken bedeutet im Vergleich zum Budget eine Besserstellung um 66500 Franken. Auffällig seien die markant gestiegenen Kosten für die öffentliche Sozialhilfe, betont Weingart. Budgetiert habe man 841000 Franken, effektiv sei der Nettoaufwand dann gleich doppelt so hoch ausgefallen. Dass Bischofszell trotz dieser Entwicklung mit einem blauen Auge davongekommen ist, verdankt die Stadt laut Pascal Eichmann, Leiter Finanzen und Steuern, den über Erwarten hohen Steuererträgen, die sich auf insgesamt 7,5 Mio. Franken belaufen.

Im Vergleich zum Voranschlag nahm die Stadt 380000 Franken mehr direkte Steuern ein. Die Liegenschafts- und Grundstückgewinnsteuern liegen ebenfalls deutlich höher als budgetiert. Ins Gewicht fallen auch die um rund 260000 Franken tieferen Sachaufwendungen. «Dank dieser Mehreinnahmen ist es gelungen, den höheren Aufwand im Sozialbereich zu kompensieren», sagt Eichmann. Den Vorwurf, bei den Sozialhilfekosten zu optimistisch budgetiert zu haben, lässt er nicht gelten. Mit einem derartigen Anstieg habe man nicht rechnen können. Sehr teuer seien insbesondere die von der KESB angeordneten Kinderschutzmassnahmen.

Nicht alle Projekte konnten realisiert werden

Obwohl nicht alle Projekte wie vorgesehen realisiert werden konnten, habe man im Vorjahr 2,8 Mio. Franken investiert, führt Weingart aus. Verzögert haben sich die Erweiterung der Laubeggstrasse und der Ausbau der Oberen Bisrütistrasse. Hingegen konnte man einen Schlussstrich unter die abwassertechnische Sanierung des Stadtbachs ziehen. Die Kosten für die letzte Etappe beziffert Weingart mit 1,8 Mio. Franken. Der Stadtpräsident weist darauf hin, dass Bischofszell mit der 180 m langen Laagerstrasse, die vor allem den Betrieben im Gihl dient, auch eine ganz neue Strasse erhalten hat.

Die Ankündigung der Regierung, regionalen Zentren für ihre Leistungen künftig finanziell unter die Arme zu greifen, weckt beim Stadtpräsidenten Hoffnungen. «Das würde unser Problem zwar nicht lösen, uns aber doch helfen.» Vor dem Jahr 2020 sei damit aber nicht zu rechnen.

Die Gemeindeversammlung findet am Mittwoch, 13. Juni, um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Bitzi statt.

Technische Gemeindebetriebe und Altersheim Bürgerhof

Sonja Lenggenhager, Bereichsleiterin Finanzen bei den Technischen Gemeindebetrieben Bischofszell, kann erfreuliche Jahresabschlüsse vorlegen. Die Elektrizitätsversorgung erwirtschaftete 2017 einen Gewinn von über 1,1 Mio. Franken. Schwarze Zahlen schreibt auch die Wasserversorgung, deren Rechnung einen Ertragsüberschuss von 491000 Franken ausweist. Lenggenhager warnt aber: «Dieses Ergebnis darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Wasserversorgung eine kapitalintensive Investitions- und Erneuerungsphase bevorsteht.» Der Gewinn in der Jahresrechnung des «Bürgerhofs» beläuft sich auf rund 85000 Franken, resultierend aus etwas tieferen Personalkosten und einem Umsatz, der um über 120000 Franken höher ausgefallen ist. (st)

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