Vereine in Arbon verdienen immer weniger Geld mit der Sammlung von Altpapier

Die Stadt kann ihnen die Einnahmeverluste nicht ausgleichen. Denn sie erhält für alte Zeitungen und Kartons von der KVA Thurgau kein Geld.

Markus Schoch
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Die Altpapiersammlung bedeutet für die Vereine viel Arbeit. Der Lohn wird aber immer weniger. (Bild: PD)

Die Altpapiersammlung bedeutet für die Vereine viel Arbeit. Der Lohn wird aber immer weniger. (Bild: PD)

Diverse Vereine verdienen sich mit der Sammlung von Altpapier ein Zubrot. Pro Tonne erhalten sie vom Verband KVA Thurgau 80 Franken. Doch die Arboner stellen immer weniger Zeitungen und Kartons an die Strasse. 2012 waren es 673 Tonnen, im letzten Jahr nur noch 424 Tonnen - also 249 Tonnen oder 37 Prozent weniger.

Es ist aber nicht so, dass die Stadt den Vereinen mit der Entsorgungsstelle das Geschäft kaputt macht. Die Bevölkerung kann dort Altpapier von Montag bis Samstag zwischen 8 und 11.45 Uhr in eine Mulde werfen. Die angelieferte Menge ist in den letzten Jahren mehr oder weniger stabil geblieben, schreibt die Stadt in ihrer Antwort auf einen Vorstoss von Peschee Künzi (XMV) im Parlament. Konkret waren es 2018 274 Tonnen, 10 Tonnen mehr als sechs Jahre davor.

Die Bevölkerung hat es in der Hand

Peschee Künz. (Bild: PD)

Peschee Künz. (Bild: PD)

Es ist einfach so, dass in den Haushalten immer weniger Altpapier anfällt. Künzi hätte sich vor dem Hintergrund dieser Entwicklung gewünscht, dass die Stadt einen Teil ihrer Einnahmen durch den Verkauf des Altpapiers den Vereinen zukommen lässt. Doch die Stadt bekommt von der KVA Thurgau kein Geld. «Die Abgeltung erfolgt durch Gegenleistungen», schreibt die Stadt. Es bleibe nur der Appell an die Bevölkerung, das Altpapier den Vereinen mitzugeben, statt es selber in die Entsorgungsstelle zu tragen.