Verein Smarter Thurgau organisiert die Wega-Sonderschau zum Thema Digitalisierung

Der Verein Smarter Thurgau präsentiert sich an der Wega der Öffentlichkeit und stellt seine Ideen vor. 

Florian Beer
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Marcel Keller, Filialleiter der TKB in Weinfelden, Kurt Brunnschwiler, Präsident von Smarter Thurgau, Isabel Pedersen, Marketing Smarter Thurgau, Heinz Schadegg, Wega-Präsident und Heinz Hodel, Projektleiter Wega von Smarter Thurgau. (Bild: Reto Martin)

Marcel Keller, Filialleiter der TKB in Weinfelden, Kurt Brunnschwiler, Präsident von Smarter Thurgau, Isabel Pedersen, Marketing Smarter Thurgau, Heinz Schadegg, Wega-Präsident und Heinz Hodel, Projektleiter Wega von Smarter Thurgau. (Bild: Reto Martin)

Heinz Hodel, Projektleiter der diesjährigen Wega-Sonderschau von Smarter Thurgau, definiert Digitalisierung wie folgt:

«Für mich bedeutet Digitalisierung ein bequemes und fortschrittliches Leben, in dem die Kontrolle beim einzelnen Menschen liegt.»

Der Verein Smarter Thurgau informierte am Mittwoch an ihrer Medienorientierung in der Thurgauer Kantonalbank-Filiale in Weinfelden über ihren Auftritt an der diesjährigen Wega. Man wolle sich der breiten Öffentlichkeit präsentieren, ihr die Projekte vorstellen und den Menschen die Digitalisierung näher bringen, erklärt Hodel. Eine Messe, die rund 100'000 Besucherinnen und Besuchern innerhalb von fünf Tagen anziehe, sei die ideale Gelegenheit dafür.

Lokale Unternehmen sollen digitale DNA bekommen

Einst gehörte der Thurgau zu den frühindustrialisierten Kantonen der Schweiz. Diesen Status hätte man heute verloren. Es fehle eine zentrale digitale Plattform. Hodel sagt:

«Wir schätzen den digitalen Reifegrad des Kantons Thurgau auf einer Skala von eins bis fünf auf Stufe zwei ein.»

Das Ziel von Smarter Thurgau sei es, bis 2023 den Reifegrad auf Stufe vier hochzuschrauben. Man wolle den etablierten Thurgauer Unternehmen eine digitale DNA verpassen. Viele hätte diese heute noch nicht.

Smarter Thurgau agiert in vier Handlungsfeldern: Bildung, Energie, Sicherheit und Gesundheit sowie digitale Fitness. Vor allem im Bereich Gesundheit habe man bereits Ideen, wie man das Leben in Zukunft mithilfe der Digitalisierung vereinfachen wolle. Mit dem Konzept «Gesundheits-Journey» versucht man unter anderem mittels Vitaldaten, Sturzüberwachung und telemedizinischer Beratung, das Leben in den eigenen vier Wänden zu verlängern. Das sei nicht nur angenehmer, sondern spare auch Kosten. Dieses und viele weitere Projekte und Ideen wolle man an der Wega den Besuchern präsentieren.

Der Projektleiter Hodel sagt:

«Wir möchten der Bevölkerung die Digitalisierung näherbringen und auf eine verständliche Art und Weise erklären.»

Zudem wolle man Wissenslücken schliessen, Ängste und Vorurteile abbauen sowie den Bekanntheitsgrad des Vereins steigern. Unternehmen vernetzen und zusammenbringen Eine weitere Aufgabe sehen die Verantwortlichen in der Vernetzung. Als Verein wolle man als Vermittler auftreten, um verschiedene Unternehmen an einen Tisch zu bringen und miteinander zu vernetzen, so der Projektleiter. Diese Orchestrierung fände auch kantonsübergreifend statt.  

An der Wega wird die Sonderschau von Smarter Thurgau in der Halle 10 zu finden sein. Am Samstag, 28. September, wird ein Polittalk stattfinden, einen Tag später diskutieren Vertreter aus der Wirtschaft über das Thema Digitalisierung. Abgeschlossen wird die Sonderschau am Montag mit einem Event, an dem Gemeindepräsidenten sowie Kantonsräte sich mit dem Thema befassen.