Es droht eine Vakanz im Bussnanger Gemeinderat

Ruedi Zbinden ist besorgt: Bis zum Ende der offiziellen Frist am 1. Oktober hat sich niemand für den Gemeinderat gemeldet.

Sabrina Bächi
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Der Bussnanger Gemeindepräsident Ruedi Zbinden hofft auf einen Kandidaten für den Gemeinderat. (Bild: Reto Martin)

Der Bussnanger Gemeindepräsident Ruedi Zbinden hofft auf einen Kandidaten für den Gemeinderat. (Bild: Reto Martin)

Gesucht: Ein Bussnanger oder eine Bussnangerin, die montags ab 18 Uhr Zeit für eine Sitzung hat. Denn der Gemeinde fehlt immer noch einen Ersatz für die abtretende Gemeinderätin Beatrix Kesselring. Bis zur offiziellen Frist am 1. Oktober hat sich kein Kandidat gemeldet.

Gemeindepräsident Ruedi Zbinden findet das Besorgnis erregend: «Das hatten wir noch nie.» Ein zweiter Wahlgang im Februar wäre das Resultat, sollte sich bis am 25. November niemand spontan zur Wahl stellen. «Das Amt eines Gemeinderates bedeutet nicht nur Aufwand, man lernt viel dabei», sagt Zbinden. Insgesamt komme man auf etwa 150 Arbeitsstunden im Jahr. «Das sind etwa drei Stunden in der Woche.»

Die Gemeinde ist erfolgreich unterwegs

Zudem müsse man stimmberechtigt und in der Gemeinde wohnhaft sein. «Ebenso fix ist der Sitzungstermin am Montagabend.» Parteizugehörigkeit, Alter oder Beruf spielten keine Rolle. «Es ist eine vom Volk gewählte Person. Jemand der sich engagiert und sich für die Gemeinde einsetzen will.» Zeit um sich in das Ressort einzulesen, brauche man schon, gibt Zbinden zu bedenken. «Wir sind aber ein gutes Team und unterstützen einander», sagt er.

Zudem sei die Gemeinde sehr erfolgreich unterwegs. «Da sollte man doch meinen, dass man leicht Personen findet, die sich in diesem gut funktionierenden System einbringen wollen». Auskunft gebe er aber gerne.

Nun bleibt dem Gemeindepräsidenten nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass sich doch noch jemand für die vakante Stelle interessiert und sich vor dem 25. November meldet. Alles was es braucht, ist Zeit. Vor allem montags ab 18 Uhr.

Auch die Schulgemeinde hat Mühe, ihren Vorstand vollständig zu besetzen. Es droht nun gar einen Zusammenschluss mit einer anderen Schulgemeinde.