Uttwiler Ortsplanung auf Kurs

Der Abstimmung am 17. Mai steht nichts mehr entgegen.

Markus Schoch
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Richard Stäheli, Gemeindepräsident von Uttwil.

Richard Stäheli, Gemeindepräsident von Uttwil.

Donato Caspari

Gemeindepräsident Richard Stäheli ist hocherfreut. Es gab bei der Änderungsauflage der Pläne in den letzten Wochen keine neuen Einsprachen, und die alten konnte die Behörde bereits früher alle bereinigen. Damit steht der Abstimmung über den überarbeiteten Zonenplan, das Bauregelement und den revidierten Richtplan am 17. Mai nichts mehr entgegen. Stäheli geht davon aus, dass die Stimmbürger ein Ja in die Urne legen werden. Jedenfalls wisse er im Moment nicht, woher der Widerstand kommen könnte.

Nochmals über die Bücher gegangen

Einer der grössten Kritikpunkte waren die vielen neuen Wanderwege, die es im Dorf geben sollte. Der Gemeinderat ist nochmals über die Bücher gegangen und hat die Zahl wieder stark reduziert. Auch um die Natur zu schützen, sagt Stäheli.

Für die Entwicklung der Gemeinde etwas vom wichtigsten sei, dass jetzt festgelegt sei, wo die neue Mehrzweckhalle gebaut werden soll: Nicht am alten Standort, sondern oberhalb der Primarschulanlage auf dem Hartplatz. So jedenfalls ist es im Richtplan vorgesehen.

Keine konkrete Ideen

Konkrete Ideen gibt es allerdings noch nicht. Der Gemeinderat will aber vorwärtsmachen. Wenn die Stimmbürger in drei Monaten den Weg frei machen, möchte die Behörde so schnell als möglich das Gespräch mit der Bevölkerung suchen, um mit ihr ganz generell über das weitere Vorgehen zu1 diskutieren, mit dem Ziel, eine tragfähige Basis für konkrete Projekte zu erhalten. «Wir müssen zuerst wissen, was wir wollen. Und klären, wie wir es anstellen, dass sich die finanzielle Mehrbelastung in Grenzen hält.» Stäheli und der Gemeinderat wollen so vermeiden, Geld für Luftschlösser auszugeben.

Nicht alle begeistert

Als Luftschloss entpuppen könnte sich aber die Idee, das Feuerwehrdepot am Zentrumsplatz auf das Gelände des Werkhofs in Kesswil zu verlegen. Der Kanton will ihn still legen und Ersatz in Amriswil schaffen. Davon waren am Mittwoch im Kantonsrat aber nicht alle gleichermassen begeistert. Der Kesswiler Kantonsrat Walter Knöpfli beispielsweise will am heutigen Standort festhalten. Stäheli nimmt die Diskussionen gelassen. «Wenn es sein muss, finden wir eine andere Lösung.» Klar ist für ihn, dass das Feuerwehrdepot in Uttwil heute am falschen Ort steht.