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Uttwil: Versöhnliche Töne im Weiherstreit

Der Besitzer des Eisweihers verwehrt der Bevölkerung seit Wochen den Zugang zu seinem Gewässer. Nachdem der Gemeinderat zuerst mit rechtlichen Schritten gedroht hatte, hockt er sich nun mit dem Besitzer an den Tisch und sucht eine Lösung.
Annina Flaig
Der Besitzer des Uttwiler Eisweihers hat wegen Instabilität und Einsturzgefahr den Fussgängerweg über den Weiherdamm für die Öffentlichkeit gesperrt . (Bild: Donato Caspari)

Der Besitzer des Uttwiler Eisweihers hat wegen Instabilität und Einsturzgefahr den Fussgängerweg über den Weiherdamm für die Öffentlichkeit gesperrt . (Bild: Donato Caspari)

Seit über einem Monat warten Weiherliebhaber darauf, dass der Damm wieder geöffnet wird. Besitzer Claudio Scherrer hatte diesen für die Öffentlichkeit kurzerhand gesperrt und ist mit der Gemeinde aneinandergeraten (wir berichteten).

Claudio Scherrer, Besitzer des Uttwiler Weihers.

Claudio Scherrer, Besitzer des Uttwiler Weihers.

Scherrer behauptet, dass der Damm instabil ist. Aus Sicht der Gemeinde hingegen ist die Lage alles andere als prekär. Noch vor einem Monat zeigte man sich entschlossen, mit rechtlichen Schritten gegen Scherrer vorgehen zu wollen, zumal ein öffentliches Zugangsrecht besteht. Nun will man das Kriegsbeil offenbar begraben.

Am Montag hat ein runder Tisch stattgefunden, wie Scherrer auf Anfrage bekannt gibt. Teilgenommen haben Vertreter des Kantons sowie von Pro Natura. Von der Gemeinde waren u.a. Gemeinderat Klemen Vehovec, Ressortleiter Natur, Umwelt und Landwirtschaft sowie der designierte Gemeindepräsident Richard Stäheli anwesend. Vehovec sagt auf Anfrage:

«Es war eine gute Aussprache.»

Man sei übereingekommen, dass die Gemeinde den Damm nun von einem externen Spezialisten überprüfen lasse. Wenn dieser keine akute Gefährdung sieht, habe Scherrer signalisiert, dass er bereit ist, den Weiher für die Öffentlichkeit wieder zu öffnen.

Unabhängig davon sehe die Gemeinde aber ein, dass Handlungsbedarf bestehe. «Wir müssen klare Regeln und Zuständigkeiten formulieren», so Vehovec. Auch, dass das Fütterungsverbot eingehalten werden müsse, steht laut Vehovec ausser Frage. Auch Scherrer zeigt sich verhandlungsbereit:

«Wenn wir eine gute Lösung finden, werde ich den Weiher wieder öffnen.»

Die Unterspülung des Dammes wurde laut Scherrer über Jahrzehnte hinweg durch das Füttern der Karpfen verursacht, respektive durch den Wellenschlag, den diese beim Fressen verursachen.

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