Uttwil: Noch ein Preis für Fredy Iseli

Der Unternehmer erhält Mitte Oktober den diesjährigen Innovationspreis der Idee Suisse für seine Ecocell-Betonwabe.

Markus Schoch
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Fredy Iseli mit einer Betonwabe in der Hand. (Bild: Donato Caspari)

Fredy Iseli mit einer Betonwabe in der Hand. (Bild: Donato Caspari)

Die Gesellschaft für Ideen- und Innovationsmanagement vergibt die Auszeichnung zur Förderung der wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven. «Es freut mich ausserordentlich, den Preis zu erhalten», sagt Fredy Iseli. Es sei eine weitere Bestätigung dafür, mit seiner Entwicklung auf dem richtigen Weg zu sein. Seine Entwicklung ist die so genannte Ecocell-Betonwabe. Dabei handelt es sich um ein modulares Schnellbausystem auf der Basis von Recycling-Papier beziehungsweise von Wellpappe.

Mit ernsthaften Interessenten im Gespräch

2016 gewann der Uttwiler Architekt mit seinem Leichtbau-Verbundwerkstoff bereits den grössten europäischen Umweltpreis – den sogenannten GreenTec Award. Für die Produktion multifunktionaler Häuser sucht er jetzt im Ausland potente Partner aus der Industrie, die in Lizenz produzieren beziehungsweise den Vertrieb organisieren sollen.

Nahaufnahme einer Betonwabe. (Bild: Donato Caspari)

Nahaufnahme einer Betonwabe. (Bild: Donato Caspari)

Er führe derzeit ernsthafte Gespräche mit Interessenten in Südamerika, aber auch mit solchen in Asien und Deutschland, sagt Iseli. Der Unternehmer gab schon der Nachrichtenagentur Sputnik mit Sitz in Moskau ein Interview, und er war auch dem Schweizer Fernsehen im Mai einen längeren Beitrag wert. 10 vor 10 stellte das Ecocell-Baukasten-System in der Reihe «Ideen» vor. 

Häuser aus Beton und Papier

UTTWIL. Fredy Iseli hat ein erstes Haus mit seinen neuartigen Betonwaben gebaut. Die Montage dauerte gerade einmal vier Tage. Wand- und Deckenelemente produziert der Uttwiler Architekt künftig in Deutschland in Sigmaringen.
Markus Schoch