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Uttwil hat dem Kanton den Bericht betreffend Gewässerraumfestlegung zur Prüfung vorgelegt

18 Monate nach Beginn der Arbeiten kann die Gemeinde das Projekt «Gewässerraumfestlegung» auflegen. In diesem Zeitraum wurden vier Bäche untersucht und die Linien festgelegt. An Erfahrung fehlte es, denn Uttwil ist Pilotgemeinde.
Kurt Peter
Hanspeter Woodtli erläuterte das Projekt «Gewässerraumfestlegung» genauer. (Bild: Kurt Peter)

Hanspeter Woodtli erläuterte das Projekt «Gewässerraumfestlegung» genauer. (Bild: Kurt Peter)

«Ein langer Prozess ist abgeschlossen»: Gemeindepräsident Stephan Good begrüsste am Donnerstagabend zahlreiche Interessierte zur Information über das Projekt «Gewässerraumfestlegung» in der Mehrzweckhalle.

Es gehe darum, der Bevölkerung aufzuzeigen, was in den vergangenen 18 Monaten gearbeitet worden sei. Der Kanton habe im März 2015 gemäss den gesetzlichen Vorgaben die Gewässerraumfestlegung lanciert. Die Gemeinden hätten bis 2018 Zeit zur Umsetzung gehabt, «ein Zeitplan, der niemals eingehalten werden kann». Im April 2016 sei in Uttwil begonnen worden, zusammen mit Kreuzlingen als Pilotgemeinde.

Kreuzlingen ist ausgestiegen

«Auswertungen, Anpassungen, Diskussionen und Differenzen haben mehr Zeit in Anspruch genommen, als gedacht», sagte Good. Kreuzlingen sei inzwischen aus dem Projekt ausgestiegen. Nun sei Uttwil bereit, den Planungsbericht, die technische Dokumentation und die Pläne vorzustellen. «Was lange währt, wird vielleicht gut, denn der Bericht liegt auch zur Prüfung beim Kanton.» Wann die Resultate eintreffen, wisse Good nicht.

Hanspeter Woodtli von der Strittmatter und Partner AG erläuterte das Projekt im Detail. Die Gewässerraumfestlegung ersetze die bisherige Bezeichnung des Gewässerabstandes. Das Projekt betreffe in Uttwil nur die Fliessgewässer im Siedlungsgebiet.

«Der Gewässerraum wurde symmetrisch und asymmetrisch festgelegt und verläuft schematisch auch durch alle Gebäude und Anlagen, Wälder und Uferbestockungen», erklärte Woodtli. Zudem sei in den Plänen auch der Zugang zur Sicherung des Bachunterhaltes eingezeichnet.

Zweimal gemeinsame Auflage

Der Gewässerraum diene dem Hochwasserschutz, müsse Raum für natürliche Strukturvielfalt in den Lebensräumen sowie der Vernetzung bieten. Zudem gehe es um die Vermeidung von Gewässerverschmutzung. Damit folge eine Vergrösserung des Abstandes zum Bach für die Bearbeitung und Düngung des Landes.

«Daran haben die Bauern keine grosse Freude.»

In den neu festgelegten Abständen von elf Metern könne nur noch extensive Landwirtschaft betrieben werden, Pflanzenschutzmittel seien verboten.

Da der Plan eigentümerverbindlich sei, müsse die Interessensabwägung zwischen Schutz und Bestandesgarantie im Einzelfall geregelt werden. «In Uttwil wurden vier Bäche genau untersucht und die Gewässerraumlinien festgelegt». Davon befänden sich der Chüpfelerbach und der Dorfbach vollumfänglich auf Gemeindegebiet, der Underbach bilde die Grenze zu Kesswil und der Töbelibach die Grenze zu Romanshorn.

«Hier müssen die Pläne koordiniert und sinnvollerweise gemeinsam aufgelegt werden».

Stellungnahmen zu den Plänen könnten bis 28. Februar eingereicht werden. Woodtli bat die Landbesitzer, sich die Pläne genau anzusehen. Eine öffentliche Auflage erwarte er im Herbst dieses Jahres.

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