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Ursula Klaus will das Gemeindepräsidium Affeltrangen erobern

Ursula Klaus führt die Gemeinde bereits als Vizepräsidentin. Nun will sie am 25. November die Leitung ganz übernehmen. Herausforderer, die ihr eine Wahl streitig machen, hat sie keine.
Sabrina Bächi
Die gelernte Pflegefachfrau aus dem Toggenburg fühlt sich in Affeltrangen Zuhause. (Bild: Reto Martin)

Die gelernte Pflegefachfrau aus dem Toggenburg fühlt sich in Affeltrangen Zuhause. (Bild: Reto Martin)

Seit knapp zwei Jahren steuert Ursula Klaus die Gemeinde Affeltrangen durch die Fahrwasser der Lauche. Das jedoch als Vizekapitän und nicht als gewählte Gemeindepräsidentin. Dies soll sich nun ändern. Ursula Klaus stellt sich am 25. November als einzige Kandidatin zur Wahl für das Präsidium in Affeltrangen.

Die 58-jährige Zezikerin hat interimsweise die Leitung der Gemeinde übernommen, da Gemeindepräsident Hans Matthey erkrankte. Bereits eine Budget- und eine Rechnungsgemeindeversammlung hat sie gemeistert und von der eigens zur Kandidatensuche aufgestellten Findungskommission, wurde sie für das Amt vorgeschlagen. Bis zum offiziellen Ende der Frist vom 1. Oktober hat sich kein weiterer Kandidat gemeldet. Also steigt Klaus als einzige in den Ring um ein Amt, dass sie bereits bekleidet.

Sie kommt aus dem Toggenburg

Ursprünglich kommt Ursula Klaus nicht aus dem Mittelthurgau, sondern aus Mosnang im Toggenburg. «Die Berge vermisse ich immer noch», sagt Klaus. Deshalb ist sie vor allem im Winter oft in den Bergen anzutreffen. Aber auch für Wanderungen zieht es sie in die Höhe. Vor rund 23 Jahren zogen sie und ihr Mann nach Zezikon. «Wir suchten ein Haus und hier haben wir das passende gefunden», sagt sie.

In den Thurgau ist die gelernte Pflegefachfrau jedoch auf Umwegen gekommen. Sie arbeitete davor im Bündnerland oder auch in der Innerschweiz. In Baar und Wattwil unterrichtete sie an der Pflegerinnenschule. Später arbeitete sie in der Nachtwache und als die Kinder grösser waren bei der Spitex in der Administration.

Einführung des Geschäftsleitungsmodells

Nun möchte Klaus mit dem Gemeindepräsidium eine weitere Herausforderung anpacken. «Ich will keinen Alltagstrott und lerne gerne viel Neues. Deshalb gefällt mir die Arbeit auf der Gemeinde.» «Ich bin ein strukturierter Ordnungsmensch», sagt sie von sich selbst. Auch im Büro sei stets aufgeräumt. Ebenso kann sie bei ihrer jetzigen Tätigkeit als Vizegemeindepräsidentin ihre Empathie nutzen. «Es ist wie in der Pflege. Als Gemeindepräsident habe ich mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun», sagt sie.

Der Mensch stehe bei ihr sowieso im Zentrum. Des Weiteren arbeitet sie an der Aufgleisung der neuen Gemeindeordnung mit dem Geschäftsleitungsmodell. «Das beschäftigt mich derzeit am meisten», sagt Klaus. Sie muss sich auch mit unschöneren Themen auseinandersetzten. Wie etwa die grosse Halle in Zezikon, die ohne Baubewilligung gebaut wurde. «Das ist schwierig, weil wir nichts sagen dürfen. Es ist ja ein laufendes Verfahren.» Auch der Biber macht ab und an Schwierigkeiten, der er die Strassen untergräbt.

«Das ist das schönste an dieser Arbeit», resümiert sie, «ich weiss nie, was kommt. Jeder Tag ist anders.» Auf ihre bisherige Tätigkeit als Vizepräsidentin hat sie nur positive Rückmeldungen erhalten. Auch einer der Gründe, weshalb sie sich um die Stelle beworben hat. Sollte sie nicht gewählt werden, gäbe es andere Pläne. «Vielleicht nach Italien reisen und die Sprache lernen. Dazu habe ich momentan leider keine Zeit.»

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