Urs Oberholzer tritt nicht mehr als Stadtrat in Romanshorn an

Der Grüne nimmt sich wegen seiner Kandidatur als Gemeindepräsident in Uttwil aus dem Rennen in der Hafenstadt. Damit müssen dort fünf von neun Sitzen im Stadtrat neu besetzt werden.

Markus Schoch
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Urs Oberholzer ist Schulleiter in Egnach. (Bild: Reto Martin)

Urs Oberholzer ist Schulleiter in Egnach. (Bild: Reto Martin)

Der Grüne setzt alles auf eine Karte. Er stellt sich am 10. Februar des nächsten Jahres nicht zur Wiederwahl als Stadtrat. Grund ist seine Kandidatur als Gemeindepräsident von Uttwil. Die Wahl findet am 25. November statt.

Oberholzer muss damit rechnen, am Schluss ohne politisches Mandat da zu stehen. Denn in Uttwil ist er nicht der einzige, der Nachfolger von Stephan Good werden will: Um das Amt bewirbt sich auch Richard Stäheli, der als Ehrenpräsident des Eishockeyclubs Pikes, ehemaliger Schulpräsident und Unternehmer im Dorf und der Region kein Unbekannter ist.

Mehr als die Hälfte der Stadträte tritt zurück

Mit dem Entscheid von Oberholzer kommt es zum grossen Sesselrücken im Romanshorner Stadtrat: Fünf der neun Mitglieder hören Mitte des nächsten Jahres auf. Käthi Zürcher (seit 2007, CVP), Patrik Fink (seit 2007, FDP), Christoph Suter (seit 2015, parteilos) und die von der SP portierte Petra Keel (seit 2016) haben bereits Mitte Juni angekündigt, dass sie nicht mehr antreten werden.

Denkbar ist ausserdem, dass auch Stadtpräsident David H. Bon sein Büro räumen muss. Eine Findungskommission mit Vertretern der SP, SVP, CVP und der Grünen sowie engagierten Bürgern sucht einen Gegenkandidaten zum FDP-Mann, der eine dritte Amtsperiode anstrebt. Ihr Argument: Romanshorn soll eine echte Wahl haben.

Weiter machen wollen nebst Bon die Stadträte Peter Eberle (seit 1991, parteilos), Markus Fischer (seit 2008, FDP) und Melanie Zellweger (seit 2014, SVP).