Urnenabstimmung mit 100 Prozent Zustimmung: Die Bürgergemeinde Salenstein genehmigt ihre Jahresrechnung

Die Bürgergemeinde Salenstein erwirtschaftete 2019 einen Gewinn von über 14'000 Franken, obwohl praktisch nur Holz für den Bürgernutzen und Käferholz gefällt wurde.

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Die beiden Stimmenzähler mit den beiden altehrwürdigen Urnen, die erstmals für die Bürgergemeinde im Einsatz waren.

Die beiden Stimmenzähler mit den beiden altehrwürdigen Urnen, die erstmals für die Bürgergemeinde im Einsatz waren.

(Bild: PD)

(red) Nach dem im April bereits der öffentliche Waldumgang der Bürgergemeinde abgesagt werden musste, wurde auch die normalerweise im Mai stattfindende Rechnungsgemeindeversammlung nicht abgehalten. Mit der Botschaft vom 17. August, teilte Bürgerpräsident Roland Ilg mit, dass sich die Bürgerverwaltung Salenstein entschieden hatte, dieses Jahr keine Rechnungsgemeinde durchzuführen, «der Schutz der Menschen stehe im Vordergrund».

Mit der Bewilligung des Regierungsrates wurde deshalb eine ausserordentliche Urnenabstimmung zur Genehmigung der Jahresrechnung 2019 durchgeführt. Diese wurde auf das offizielle Abstimmungswochenende vom 26. und 27. September angesetzt.

Die Bürgergemeinde Salenstein erwirtschaftete 2019 einen Gewinn von über 14'000 Franken, obwohl praktisch nur Holz für den Bürgernutzen und Käferholz gefällt wurde. Damit liegt der Gewinn im Bereich der letzten Jahre, mit Ausnahme 2018, als der Gewinn über 50'000 Franken betrug und 2013, als ein Gewinn von über 20'000 Franken erzielt wurde.

Wie Kassier Martin Friedrich in der Botschaft mitteilte, war der Produktionsertrag 2019 um rund 60'000 Franken tiefer als im Vorjahr. Aber auch die Holzerntekosten waren rund 20'000 Franken tiefer. Dank einem jährlichen Beitrag der politischen Gemeinde, Beiträge für Altholzinseln, Waldreservat und Eichenbestand, sowie Pachteinnahmen konnte dennoch Gewinn erzielt werden. Der Kassier schreibt:

«Für die Zukunft hoffe ich, dass Holz und Wald wieder die Wertschätzung bekommen, die sie verdienen.»

Die Bürgergemeinde hat 109 stimmberechtigte Personen. Die Stimmbeteiligung betrug 45 Prozent. Von den 55 eingegangenen Stimmzetteln waren sechs ungültig. 49 Bürgerinnen und Bürger (100 Prozent) genehmigten die Jahresrechnung 2019.